Oliver Brock folgt dem Ruf an die TU Berlin

Oliver Brock, Informatiker und weltweit anerkannter Forscher für künstliche Intelligenz, folgt dem Ruf an die Technische Universität Berlin. 1

Brock hat ursprünglich in Berlin Informatik studiert und war danach in die USA gegangen. Dort verlässt er nun die University of Massachusetts Amherst (UMass). Möglich wurde dies durch eine Alexander von Humboldt-Professur, eine mit bis zu fünf Millionen Euro dotierte Professur, die es Wissenschaftlern ermöglichen soll, fünf Jahre lang zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchzuführen. 2

Die von Oliver Brock zukünftig verfolgten Arbeiten werden der Entwicklung komplexer autonomer Robotersysteme für Alltagsumgebungen unter Verwendung von modernen Ansätzen maschineller Wahrnehmung gelten.

Prof. Dr. Olaf Hellwich, Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik.

Vieles zu Oliver Brock ist auf seiner bisherigen Homepage bei der UMass zu finden. Dort sind zu seinen Forschungsbereichen Publikationen und Videos zu finden: hier.

Wired for War – Roboter für den Krieg

Roboter werden mehr und mehr vom Militär entdeckt, das gilt insbesondere für Drohnen, also unbemannte Flugzeuge, die zur Aufklärung und für Kämpfe eingesetzt werden.

Lt. Gen. Norman Seip von der US Air Force erklärt, dass bereits im folgenden Jahr mehr Drohnen als bemannte Fluggeräte angeschafft werden sollen:

Next year, the Air Force will procure more unmanned aircraft than manned aircraft. I think that makes a very pointed statement about our commitment to the future of [unmanned aircraft] and what it brings to the fight in meeting the requirements of combatant commanders.

Lt. Gen. Norman Seip – via gorobotics.net

Unabhängig von der Meinung, die man zu Robotern zum Zwecke der Kriegsführung hat, zeigt dies, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die von Noel Sharkey angestoßene Diskussion zu Roboterethik schießt möglicherweise etwas über das Ziel hinaus, ist aber ein guter Anhaltspunkt.

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Wired for War

Wer einen tieferen Blick in die Thematik der Militär-Roboter erhalten will, dem sei das kürzlich erschienene Buch Wired for War (Inhaltsverzeichnis und zugehörige Website) von P. W. Singer empfohlen.

A military expert reveals how science fiction is fast becoming reality on the battlefield, changing not just how wars are fought, but also the politics, economics, laws, and ethics that surround war itself.

Buchbeschreibung „Wired for War“

Frei übersetzt:

Ein Militärexperte zeigt, wie Science-Fiction zunehmend Realität in Kampfeinsätzen wird und dort nicht nur die Art zu kämpfen, sondern auch Politik, Wirtschaft und Ethik des Krieges verändert.

Box Bots werben für Amazon

Amazon Japan hat sich eine Roboterarmee als Marketing-Verstärkung angeschafft, sogenannte Box Bots:

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Foto: flickr – GogDog

Die kleinen Roboter firmieren ursprünglich unter dem Namen Revoltech Danboards und haben von Amazon Japan einen passenden Anstrich erhalten.

Was die Maschinen so können außer mit den Augen zu leuchten, lässt sich mit eingeschränkten Japanisch-Kenntnissen schlecht herausfinden. Cool sind die Dinger in jedem Fall, und hier für umgerechnet ca. 19 Euro pro Stück zu bestellen.

Via robots.net.

RICC-Robotikwettbewerb 2009

Das Worcester Polytechnic Institute (WPI) richtet in diesem Jahr den RICC-Wettbewerb aus: Robotics Innovation Competition and Conference. Wettbewerb und Konferenz finden zwischen dem 7. und 8. November 2009 an dem WPI statt.

Der Wettbewerb soll Studenten und Absolventen motivieren, Roboter und Lösungen für Probleme des Alltags zu entwickeln und steht unter dem Motto „Quality of Life“. Genauere Vorstellungen zu diesem Titel sind noch nicht veröffentlicht, 1 dafür stehen bereits die Regeln fest (.pdf, 41 kB) und eine Registrierung ist auch schon möglich.

Der Wettbewerb ist mir 5000 US-Dollar dotiert, Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 14. September 2009.

Spielzeug für Jedis

Das erste Spielzeug mit Hirn-Maschine-Schnittstelle ist auf dem Markt. Es nennt sich passenderweise Force Trainer und lässt junge Jedis ihre Kontrolle über die Macht trainieren.

Das Spielzeug ist von NeuroSky und kommt mit einem kleinen Clip, der an den Kopf gesteckt wird. Über diesen Clip kann man dann durch Konzentration auf die Aufgabe versuchen, eine Kugel in einem Plastikrohr anzuheben.

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Foto: Uncle Milton Industries

Der Spielzeughersteller Mattel hat auf der CES 2009 in Las Vegas ebenfalls ein Spielzeug mit Gedankensteuerung vorgestellt, MindFlex. 1 Das Spiel scheint komplexer zu sein, als das einfache Anheben der Kugel beim Force Trainer, ist dafür aber nicht so jedi-mäßig.

Der Force Trainer wird laut Hersteller NeuroSky unter 100 US-Dollar kosten und ist damit einigermaßen erschwinglich.

Mehr zu dem Spielzeug hat USA Today.

YouTube-Channel von iRobot

Der bekannte Roboterhersteller iRobot hat seit einigen Tagen seinen eigenen YouTube-Channel: irobotitube.

Zu sehen sind dort unterhaltsame Videos wie ein im Schnee fahrender 1 oder fliegender 2 PackBot oder ein auf dem Staubsauger-Roboter Roomba reitendes Kind …

https://youtube.com/watch?v=Nd4lngKRgHM

… aber auch ernsthaftere Inhalte aus dem Dunstkreis von iRobot, wie zum Beispiel ein Bericht von des CES 2009 3 oder die Beantwortung der Frage, warum Roomba eigentlich rund ist, obwohl Staubsauger doch eigentlich auch in Ecken saugen sollen. Beantwortet übrigens direkt von einem der Ingenieure des ersten Roombas:

https://youtube.com/watch?v=YPeXtORhhUg

Wer weitere robotik-affine Fragen an iRobot hat, kann die als Videoantwort auf dieses Video bei YouTube posten und erhält die Frage in einem Video direkt von einem iRobot-Ingenieur beantwortet. Cool!

Xitome Design verkauft MDS Robot

Xitome Design, eine Unternehmensausgründung von MIT-Studenten, bietet jetzt den MDS Robot zum Verkauf − ein Roboter mit beeindruckendem Minenspiel.

Der MDS Robot basiert auf Nexi, einem Roboter der Personal Robots Group 1 des MIT. Der Roboter fährt auf zwei Rädern, hat zwei bewegliche Arme und zwei Hände mit jeweils sieben Freiheitsgraden.

Und was MDS Robot mit den Freiheitsgraden in seinem Gesicht anfangen kann, ist im folgenden Video beeindruckend demonstriert (spannend wird´s ab ca. ⅓ des Videos):

(Video via BotJunkie)

Der Roboter ist bei Xitome Design zu kaufen, einen Preis gibt Xitome auf der Website nicht an. Mehr zum Nexi/MDS Robot, zu seinem Antrieb, der Sensorik und den übrigen Hardware-Komponenten findet sich bei YouTube.

Anybots zeigt QA

Anybots zeigt auf der CES 2009 seinen humanoiden Telepräsenz-Roboter QA. Der QA erinnert an einen Segway, der einem folgt und dabei Telepräsenz, also Videokonferenzen, ermöglicht.

Wie ein Segway balanciert er sich aus, hat humanoide Gestalt und ist dadurch ein reales Gegenüber in dem sonst virtuellen Gespräch. Inwieweit dies tatsächlich die Gesprächssituation realer macht und verändert, bleit abzuwarten.

Bewegt sich der Gesprächsteilnehmer, der den QA nutzt, folgt dieser ihm mit bis zu 10 km/h, was für jedes Gespräch ausreichen dürfte. Hindernissen kann der QA dabei ausweichen, da er diese über ein bodennahes LIDAR 1 und zwei Kameras mit Infrarot-Lichtquelle erkennen kann.

Ein englischsprachiges Video bei Popular Mechanics 2 zeigt einen kurzen Überblick über Hardware und Funktionalität:

Wie der QA sich in der Gesprächssituation verhält und was genau der Laserpointer tut ist besser in der folgenden (nicht besonders ausgereiften) Demo von Anybots zu sehen:

Der QA ist allerdings mit 30.000 $ auch nicht besonders erschwinglich. Mehr zum QA mitsamt technischer Spezifikationen bei Anybots.

Roboterdichte weltweit

IEEE-Spektrum zeigt Zahlenspielereien zur aktuellen Verteilung von Industrierobotern auf der Welt. Aufgetragen ist zum Beispiel das Verhältnis von Industrierobotern zu menschlichen Fabrikarbeitern. Japan liegt dabei erwartungsgemäß weit vorne mit dem Zehnfachen des Weltdurchschnitts, Deutschland führt in dieser Disziplin jedoch im europäischen Vergleich und vor den USA:

Bei den Kontinenten führt Europa vor Nord- und Südamerika und Asien.

Bei dem Einsatz von Industrierobotern nach Branche führt wenig überraschend die Automotive-Industrie mit einem Drittel der Roboter, so dass in Deutschland in dieser Branche bereits auf jeden siebten menschlichen Arbeiter ein Industrieroboter kommt.

Zahlen und Diagramme via IEEE Spektrum. 1 Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2007.

Velodyne zeigt LIDAR HDL-64

Das eigentlich aus der Audiotechnik bekannte Unternehmen Velodyne stellte im Dezember sein High-Definition-LIDAR 1 HDL-64 vor. Anders als Hokuyo, Leuze oder der Marktführer SICK verfügt der LIDAR aber nicht über einen Laser, sondern gleich über 64 Laser.

Das Gerät ist mit 75.000 US-Dollar dementsprechend viel teurer als die Konkurrenz, kann dafür aber auf 360 ° (horizontal) und in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° (vertikal) bis zu 1,3 Mio Datenpunkte pro Sekunde erfassen. (Zum Vergleich: Der SICK Laser Rangefinder 2 schafft über 180° gerade einmal 6.000 Datenpunkte).

Die 64 Laser sind dazu in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° angeordnet und ermöglichen jeweils 4000 Messungen pro Umdrehung des Scanners. Der Scanner dreht sich dabei bis zu 50 Mal in der Sekunde um die Vertikalachse und erzeugt so die genannte Auflösung.

In einem Video erklärt ein Velodyne-Mitarbeiter Aufbau und Funktionsweise und zeigt Aufnahmen mit dem HDL-64:

(Video via HIZOOK)