Robotik bei twitter

Auf Twitter finde ich regelmäßig deutschsprachige, robotische Fundstücke: Beiträge in anderen Robotikblogs, interessante Twitter-Accounts zur Robotik, Artikel über Roboter, Meinungen und Kommentare. Diese teile ich neben eigenen Kommentaren auf Twitter unter dem handle @robotik. Hier zum Beispiel meine letzten (re-)tweets:

@DPOfficer @RechtBlond @computerspinnt @ICS_AG @dianastol @SuVuK @HausmannHolger @GroundProtect @datenreiserecht @Kaspersky_DACH @jmoenikes @Wulf_Bloody @1E9tech @HonkHase @Tmo_Wizard @5_MINUTES_TO_12 @MarioK_73 Tiefenentspannt. Sie können uns ja nicht alle Jobs wegnehmen... 😉
#roboter #zukunftderarbeit

Mit diesem Account einen Blogpost empfehlen, der diesen Account empfiehlt.
https://botzeit.de/botzeit-bei-twitter/
#roboter #robotik #twitter

Rettung vorm Ersticken: Roboter REALITI orientiert sich dank Bilderkennung und findet automatisch den richtigen Weg in die Luftröhre. Entwickelt haben das lebensrettende Gerät Forschende des #USZ und der @ETH. https://bit.ly/2upFJNn
#scienceUSZ #roboter http://idwf.de/-CyUIAC

Wir suchen einen #Marketing #Manager in der #Industrie-#Robotik

#Job #Stuttgart #Stellenanzeige #Stelle #Roboter #Webseite #Suchmaschinenoptimierung #SEO #SEA #AdWords #Bing #Content #WordPress #Marketingmaterialien #Fotoshootings #Video #Story #Flyer #Du
https://www.dragandbot.com/de/karriere/

Ein neuer #Roboter soll Objekte greifen können, ohne sie zu berühren. Möglich wird das durch #Ultraschallwellen. 🔊🔊
ETH Zürich
#MarcelSchuck #ETH #Robotik #kontaktlos #Druckfeld
https://booster-magazine.ch/roboter-greift-ohne-beruehrung/

Forscher bauen erstmals lebende #Roboter. Wo wird das enden? #Transhumanismus https://www.tagesspiegel.de/wissen/programmierbare-organismen-forscher-bauen-erstmals-lebende-roboter/25427952.html?utm_source=pocket-newtab

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Es lohnt sich, dem Account zu folgen, da die Schlagzahl dort deutlich höher ist als hier im Blog. Ich versuche dort, einen guten Überblick darüber zu vermitteln, was gerade in der – insbesondere deutsch-sprachigen und europäischen – Robotik so abgeht.

Einen noch reichweiten-stärkeren und internationaleren Twitter-Account betreibe ich übrigens unter dem handle @planetrobotics. Der ist in englischer Sprache und hat, anders als der @robotik-Account, keinen europäischen Fokus.

Gerne folgen und weitersagen!

Tischtennisroboter von Omron

Nach dem groß angekündigten Tischtennismatch zwischen einem KUKA-Roboter und Timo Boll hat Jörn 2014 hier im Blog einen erbosten Kommentar geschrieben. Das angekündigte Match stellte sich nämlich leider als ziemlich trauriger Marketing-Stunt heraus, bei dem außer schnellen Kameraschnitten und CGI nicht viel zu sehen war.

Dass es auch anders geht, zeigt der Roboterhersteller Omron in disem Jahr wieder auf der CES 2020 in Las Vegas:

Das Spiel kann sich durchaus sehen lassen, finde ich. In einem Video aus dem letzten Jahr kann man sogar sehen, wie der Roboter im Zusammenspiel mit einem klassischen Roboterarm einen recht ansehnlichen Aufschlag macht (ab 0:30):

Im Hintergrund ist auf dem Monitor zu sehen, wie die ganze Zeit nicht nur der Ball von Kameras getrackt wird, sondern auch die Pose des menschlichen Mitspielers. In den Videos ist auch zu sehen, wie nützlich dabei auch die Bauart ist. Delta-Roboter sind für ihre flinken uns präzisen Bewegungen bekannt. Siehe dazu auch unseren Beitrag aus dem Jahr 2009: 400 pancakes per minute.

Diese Roboter baut Omron natürlich nicht für’s Tischtennisspielen allein. Das ist lediglich eine ziemlich coole Attraktion, um die Fähigkeiten des Roboters auf Messen zu zeigen (und vielleicht auch eine kleine Spitze gegen KUKA?). Wenn der Omron-Roboter nicht gerade mit Tischtennis beschäftigt ist, ist sein Einsatzgebiet nämlich Pick & Place. Ein klassisches Aufgabenfeld für Delta-Roboter, bei dem ähnliche Fertigkeiten gefordert sind, siehe Adept Quattro: Fünf pro Sekunde. Der Roboter in dem verlinkten Artikel ist übrigens von Adept, die 2015 von Omron aufgekauft wurden.

heise hat noch mehr Videos von dem Tischtennisroboter gemacht: Wenn der Roboter zum Tischtennisschläger greift.

Neues Gewand

Zum Jahresstart 2020 hat botzeit ein neues, moderneres Gewand bekommen. Es war an der Zeit, denn die bisherige Version lief auf einer relativ exotischen und mittlerweile veralteten Software. Diese wurde nicht mehr gewartet und ließ ohnehin schon immer viele Features vermissen, die die jetzt genutzte Blogsoftware – WordPress – bietet.

neuer botzeit-header

Fast 12 Jahre ist dieses Blog jetzt alt. Gegründet 2008, als Roboter und Robotik, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie ASIMO, noch nicht wirklich breit wahrgenommen wurde. Selbst ROS, die mittlerweile omni-präsente Roboter-Softwareplattform, war zu dem Zeitpunkt gerade erst erschaffen worden und noch in den Kinderschuhen. Damals war Robotik noch ein Nischenthema, heute sind Roboter in den Nachrichten präsent und viele von Euch haben wahrscheinlich selbst Roboter (Staubsauger, Spielzeuge, …) zuhause.

An diesem Blog haben sich sonst durch die Umstellung im Wesentlichen nur ein paar der Links geändert. Für die wichtigen Links sind aber Weiterleitungen eingerichtet, so dass alte Links noch länger funktionieren sollten. Wer den Feed des Blogs abonnieren möchte, finden diesen fortan hier. Neu dazugekommen ist, dass sich auch einzelne Kategorien und Schlagworte (Tags) abonnieren lassen, wenn man übers Menü oben in die Kategorien springt oder der tag cloud in der Seitenleiste zu den Schlagworten folgt.

Unsere Hoffnung ist, dass mit der neuen Software und der damit einhergehenden einfacheren Bedienung auch die Aktivität in diesem Blog wieder etwas steigt. Das haben wir uns zumindest so vorgenommen. Wie die folgende Grafik zeigt, ist die Aktivität (Anzahl Blogbeiträge pro Jahr) in den letzten Jahren nämlich auch dramatisch niedrig. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Bloggen während des Studiums einfacher war als parallel zu Arbeit und Familie. Wir wollen es aber trotzdem ändern. Genug spannende Entwicklungen in der Robotik gibt es nämlich immer noch!

Anzahl der jährlichen Blogbeiträge
Anzahl der jährlichen Blogbeiträge von 2008 bis heute.

Delta-3D-Drucker AnyCubic Kossel

Man kann ja bekanntlich nie genug Roboter haben, weswegen ich mein loses Interesse an 3D-Druckern kürzlich genutzt habe, mir einen besonderen solchen schenken zu lassen. Auch wenn es 3D-Drucker nämlich in langweiliger, und schon zusammengebauter, Kastenform zu kaufen gibt, hatte ich meine Augen auf einen Delta-Drucker geworfen. Geworden ist es dann der AnyCubic Delta Kossel Plus. Das ist nämlich nicht nur ein Delta-Roboter zum Drucken, sondern außerdem ein Bausatz. Den zusammen zu basteln hat mich vorgestern Abend beschäftigt, was allerdings eine gewollte und sehr schöne Abendbeschäftigung war:

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Das Grundgerüst

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Einer der drei Schlitten, die die Arme halten und bewegen

Heute dann habe ich mich ganz grundsätzlich mit Slicern auseinandergesetzt und zu meiner großen Überraschung bereits ein erstes anständiges Modell drucken können. Das Modell, natürlich, der 3D-Testdruck-Klassiker 3DBenchy. Wenn man sieht, wieviel beim Druck in Bewegung ist, alle drei Arme sind in konstanter und teils ruckartiger Bewegung, um den Druckkopf zu manövrieren, bin ich wirklich erstaunt, wie präzise und sauber schon der erste Druck geworden ist:

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Mein erster Druck: 3DBenchy

Und der Drucker ist einfach extrem cool anzusehen!

Beim Druck ist alles in Bewegung.

Auch wenn es sicherlich robustere 3D-Drucker gibt macht es wirklich Spaß, dem Delta-Drucker bei der Arbeit zuzusehen. Die Entscheidung für diesen Drucker werde ich glaube ich nicht bereuen, zumal die Inbetriebnahme unter Linux absolut problemlos verlief.

(Ja, das Video ist bescheiden, aber es kommen sicherlich in den nächsten Wochen bessere Videos. Ich werde sicherlich noch das ein oder andere Roboterfigürchen drucken.)

European Robotics Forum 2019

Ich hatte den Blogeintrag schon fertig geschrieben, wollte von meinem geplanten fünften Besuch bei einem European Robotics Forum (ERF) in diesem Jahr erzählen, da hab ich doch noch einmal zur Sicherheit nachgesehen: es ist in diesem Jahr sogar schon mein sechstes ERF. Vergessen hatte ich meine erste Teilnahme, 2012 in Odense. Damals, genau wie beim ERF 2013 in Lyon, noch als Doktorand von der Uni, jetzt seit 2016 in Ljubljana, 2017 in Edinburgh und 2018 in Tampere als Mitarbeiter von Bosch.

In diesem Jahr, übernächste Woche, findet das ERF in Bukarest in Rumänien statt. Nachdem ich seit Jahren darauf hinwirke, wird sich dieses Mal mein Arbeitgeber, Bosch Research, auch etwas präsenter zeigen und mit Sponsoring und einem Ausstellungsstand beteiligen.

Ich selbst werde als einer von zwei Koordinatoren der Topicgroup zu Software Engineering, System Integration und System Engineering in der Robotik wie auch im letzten Jahr wieder einen Workshop ausrichten, sowie am letzten Konferenztag einen Kurzvortrag zu Safety in der Robotik halten. Abseits davon wird es mir wieder hauptsächlich darum gehen, die aktuelle Stimmung in der europäischen Robotik mitzubekommen, Bekannte aus der Robotik wieder zu treffen, neue Roboter zu sehen und wahrscheinlich werde ich mich auch regelmäßig mal am Bosch-Stand sehen lassen.

Ich freue mich über jeden Leser, der auch in Bukarest ist, mich anspricht und mit mir tagsüber einen Kaffee oder abends beim Social Event mit mir anstößt.

Hier geht’s zum diesjährigen European Robotics Forum 2019. #erf2019

Disclaimer: Ich bin Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH und forsche dort an Robotern und autonomen Systemen. Die hier geäußerten Meinungen und Ansichten sind allerdings ausschließlich persönlich und stimmen nicht zwingend mit der Unternehmenssicht überein.

MIT Mini Cheetah

Es wird Zeit, Geld für ein neues Haustier / Spielzeug zur Seite zu legen: Mit seinen 10 kg liegt der Mini Cheetah vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) Biomimetic Robotics Lab durchaus in der Kategorie größeres Spielzeug. Er kann Saltos, Purzelbäume, Spazierengehen, rennen, sich hinsetzen und wieder aufstehen:

Der Mini-Cheetah vom MIT hat Tricks drauf.

Leider handelt es sich aber – anders als beim Boston Dynamics SpotMini, den man irgendwann in diesem Jahr kaufen können soll – bei dem Mini-Cheetah nur um ein Forschungsprojekt. Aber für den Fall der Fälle sollte ich vielleicht schonmal vorsorgen.

LEGO Ideas – Boston Dynamics

LEGO Ideas ist eine Website, auf der alle Legobegeisterten Ideen und Entwürfe hochladen können und diese dann – wenn genug andere Legobegeisterte dafür stimmen – von Lego als Sets verkauft werden.

Via twitter bin ich auf folgenden Entwurf aufmerksam gemacht worden, bei dem ich seit einigen Minuten Supporter Nummer #293 bin:

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LEGO Ideas Projekt ‚Boston Dynamics‘

Das LEGO Ideas Projekt Boston Dynamics enthält kleine Lego-Roboter, die den berühmt-berüchtigten Robotern von Boston Dynamics nachempfunden sind, z.B.: SpotMini, Atlas, Spot, and Handle. In der Projektbeschreibung steht, dass es gegebenenfalls noch weitere Roboter von Boston Dynamics geben wird, vielleicht kommen ja auch noch BigDog oder Petman dazu.

Zum Abstimmen über das Projekt geht`s hier: Boston Dynamics, zum Abstimmen muss man allerdings angemeldet sein.

Es gibt auch noch viele andere tolle Roboter-Ideen, TARS aus dem Film Interstellar finde ich zum Beispiel auch sensationell.

OroBOT lässt 300 Millionen Jahre alte Echse krabbeln

Einer der faszinierendsten Aspekte in der Robotik ist, dass man mit ‐ zugegeben mitunter viel ‐ Arbeit so viele verschiedene Dinge experimentieren und ausprobieren kann. Ein besonders leuchtendes Beispiel tigert seit gestern durch die Presse: Forschern der EPFL in Lausanne und der EPFL and Humboldt-Universität zu Berlin ist es gelungen, anhand von Fossilien und versteinerten Fußabdrücken den wahrscheinlichen Gang eines 300 Mio. Jahre alten echsenartigen Tieres zu rekonstruieren.

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Der Roboter OroBOT, der den Gang der 300 Mio. Jahre alten Echse nachahmt. [Tomislav Horvat / Kamilo Melo / EPFL Lausanne]

Die Gruppe aus Lausanne um Auke Ijspeert, mit denen ich auch im AMARSi-Projekt das Vergnügen der Zusammenarbeit hatte 1, ist seit Jahren erfolgreich mit dem Rekonstreieren von – menschlichen und tierischen – sogenannten Central Pattern Generators (CPG, deutsch in etwa „zentrale Mustergeneratoren“). CPGs sind Bereiche im Rückenmark, rhythmische Muskelkontraktionen erzeugen, wie sie zum Beispiel zum Krabbeln und Laufen notwendig sind und die man auch auf Robotern nachahmen kann.

Bislang wurde diese Technik hauptsächlich zum Nachahmen menschlicher und aktueller tierischer Bewegungsmuster genutzt. Dass damit jetzt zusammen mit den Berliner Forschern die Rekonstruktion so alter Bewegung möglich ist und man mit etwas Vorstellungskraft einer 300 Mio. Jahre Echse beim Krabbeln zusehen kann, ist eine so coole neue Anwendung davon.

Ob wir so etwas bald in Naturkundemuseen sehen werden? Noch etwas Haut über das Skelett des OroBOT und in der richtigen Kulisse … Wahnsinn!

Ich bin dafür und kann es ehrlich gesagt kaum erwarten!

A robot recreates the walk of a 300-million-year-old fossilized animal.

Mehr dazu direkt bei der EPFL (englisch) oder auch bei Spiegel Online.

Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Merry Christmas!

Robotische Weihnachtsgrüße vom Robotic Systems Lab der ETH Zürich

botzeit und das Robotic Systems Lab (RSL) der ETH Zürich wünschen frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Dawn ver.β

Ich glaube, ich werde bei Ge­le­gen­heit mal eine neue Ka­te­gorie in diesem Blog einführen, in die ich Artikel über Ent­wick­lungen einsortiere, die zu meiner Kindh­eit, Jugend oder – wie im heutigen Bei­spiel – auch in den letzten Jahren wie Science Fic­tion klangen, jetzt aber Wirk­lich­keit geworden sind. Eine Ka­te­go­rie „Die Zu­kunft ist da“ oder „Science Non-Fiction“ oder so. Dieser Artikel handelt von einem rüh­ren­den Bei­spiel, das gerade dieser Tage in Tokyo Wirk­lich­keit wird. Dort hat am 26. No­vem­ber das Cafe DAWN ver.ß er­öffnet, in dem Gäste aus­schließ­lich von Ro­bo­tern be­dient werden, die von ge­lähm­ten Personen fern­ge­steuert werden.

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Der Roboter OriHime-D bei der Arbeit, kellnernd, ferngesteuert von einer gelähmten Person aus ihrem Bett.

Dass in einem Re­stau­rant oder Cafe von Roboter gekellnert wird, klingt selbst schon nach Science Fiction, ist den Robotik-Inte­res­sier­ten aber mit­tler­weile einigen Orten auf der Welt bekannt. Dass diese Roboter aber nicht einfach eine tech­nische Aufgabe erfüllen, sondern in diesem Fall ge­lähm­ten Personen die Mög­lich­keit bieten, in einer Form an der Ge­sell­schaft teilzunehmen, wie sie es sonst nicht einfach tun könnten. Von zu Hause, im Bett legend, haben Sie die Chance, einer bezahlten Arbeit nach­zu­gehen und über den Roboter mit fremden Menschen in Kontakt zu treten. Wer sich hier nicht an „Surrogates– Mein zweites Ich erinnert fühlt … und diese Zukunfts­vision ist nicht einmal zehn Jahre alt, vom September 2009.

Das Cafe ist übrigens erst ein einmal nur ein Ex­pe­ri­ments zusam­men mit dem Robotik-Startup Ory und endet bereits am 7. De­zember diesen Jahres. Ich finde, es ist trotz­dem ein Blick in die Zukunft und eine wun­der­bare An­wen­dung der Robotik. Wer weiß, was daraus noch wird.

Kurzes Video aus dem Cafe.

Die Zukunft ist da. Und hier setzt sie Technologie zum Wohle von Menschen ein.

Mehr Infor­matio­nen und Videos gibts bei soranews24.com.