Petoi Bittle und Cardbots

Immer mal wieder werde ich über Artikel, z.B. bei heise, golem oder in Blogs auf Kickstarter-Projekte aufmerksam, die Roboter oder – noch besser – Roboter-Kits zum zusammenbasteln anbieten. Es zuckt immer in meinen Fingern, diese Projekte zu unterstützen. Leider weiß ich mittlerweile aus Erfahrung, dass diese Projekte mangels Zeit dann doch irgendwie oft liegenbleiben. Ich werde wahrscheinlich noch warten müssen, bis mein Sohn groß genug ist, damit ich mit ihm zusammen daran rumbauen kann.

Im folgenden zwei Projekte, bei denen ich in den letzten Tagen wieder ganz kurz davor war:

Petoi Bittle

Bei dem kleinen Roboterhund Petoi Bittle überzeugt mich einmal die Größe (passt ungefähr auf eine Hand) und einfach die unfassbar geschmeidigen Bewegungen (ab ca. 0:30 im Video):

Mit knapp 500€ ist bezahlt man für diese eleganten Bewegungen allerdings auch eine Menge Geld dafür.

Cardbots

Das zweite Projekt, bei dem ich nur Millimeter davor war, auf den Knopf zu drücken, sind die Cardbots, auf die ich via robots-blog aufmerksam geworden bin. Wie in der nachfolgenden Animation zu sehen, verkauft das aus Mexiko stammende Projekt die notwendigen Motörchen (gibt’s dieses Wort?), Winkelchen und sonstige Teilchen, um aus Pappe beliebige Roboterkonfigurationen zu basteln.

Cardbot in Aktion. Quelle: Cardbots auf Kickstarter

Klingt für mich nach viel Potential für Kreativität und vielleicht sogar nach dem richtigen Bausatz für Robotik in Schulkassen. Oder vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk? Das Set kostet exklusive Versand 1.800 Mexikanische Peso, das entspricht ungefähr 73 Euro. Zur Unterstützung (und Kauf) der Cardbots bleiben nur noch 20 Tage! Das Video dazu gibt’s hier:

https://www.kickstarter.com/projects/cardbots/cardbots/

Insgesamt lohnt es sich auf jeden Fall, ab und zu mal bei Kickstarter die Kategorie ‚Roboter‘ zu durchwühlen.

Boston Dynamics‘ Spot jetzt auch in Europa zu haben

Wie Boston Dynamics heute bekannt gab, ist der kleine, flinke Vierbeiner Spot jetzt nicht mehr nur in den USA, sondern auch Europa, Großbritannien und Kanada erhältlich.

Boston Dynamics Spot
Spot

Spot ist für schlappe 74,500$ zu haben und innerhalb von 6-8 Wochen bei Dir. Wenn das kein Schnäppchen ist … Großkunden und Universitäten kommen sogar noch günstiger dran.

Hier nochmal das tolle Launch-Video aus dem letzten Jahr:

Bei Merck in Darmstadt ist Spot sogar schon im Einsatz. Zusammen mit Energy Robotics wurde Spot dort in Betrieb genommen, um die Anlagen des Chemieunternehmens zu inspizieren.

Also: nichts wie los!

Über weitere Einsätze von Spot in Europa und Deutschland höre/lese ich gerne.

MIT Mini Cheetah

Es wird Zeit, Geld für ein neues Haustier / Spielzeug zur Seite zu legen: Mit seinen 10 kg liegt der Mini Cheetah vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) Biomimetic Robotics Lab durchaus in der Kategorie größeres Spielzeug. Er kann Saltos, Purzelbäume, Spazierengehen, rennen, sich hinsetzen und wieder aufstehen:

Der Mini-Cheetah vom MIT hat Tricks drauf.

Leider handelt es sich aber – anders als beim Boston Dynamics SpotMini, den man irgendwann in diesem Jahr kaufen können soll – bei dem Mini-Cheetah nur um ein Forschungsprojekt. Aber für den Fall der Fälle sollte ich vielleicht schonmal vorsorgen.

Fraunhofer öffnet die Care-O-bot-Plattform für die Forschung

Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) öffnet seine Roboterplattform Care-O-bot für die Forschung. Dafür wurde die Website http://www.care-o-bot-research.org/ aufgesetzt, auf der Dokumentationen und Open-Source-Software für die Plattform zur Verfügung gestellt werden.

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Care-O-bot

Care-O-bot soll ein mobiler Roboterassistent zur aktiven Unterstützung des Menschen im täglichen Leben sein und wurde von den Fraunhofer Instituten entwickelt. (Notiz an mich selbst: Bei Gelegenheit einen Artikel zum Care-O-bot schreiben)

Die Aktion ist möglicherweise von Willow Garage inspiriert, die im Rahmen der Freigabe ihres Roboter-Betriebssystems ROS in der Version 1.0 auch zehn ihrer Roboter für die Forschung ausloben.

Dass die Plattform nun für die Forschung geöffnet ist, ist keine schlechte Sache. Care-O-bot ist mittlerweile in seiner dritten Version eine robuste und ausgereifte Plattform. Ist diese Plattform nun offen, kann sie theoretisch für viele Forschungsprojekte in der Servicerobotik genutzt werden. Die Sensorik und Aktorik des Care-O-bot kann sich auf jeden Fall sehen lassen und bietet Potential für eine breite Palette an Aufgaben.

Der Vorteil für die Forschung ist dabei, dass die Grundfunktionen, die Hardware und die Ansteuerung der Hardware bereits existieren. Die Projektarbeit kann sich daher auf die neuen Ideen und auf die tatsächlichen Forschung fokussieren, ohne sich um den Kleinkram kümmern zu müssen. Eine Idee, die zuletzt in größerem Stil im Rahmen der Deutschen Servicerobotik Initiative DESIRE (Wikipedia), verfolgt wurde; mit mäßigem Erfolg.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Care-O-bot in Zukunft in Forschungsprojekten genutzt werden wird. Den Preis des Roboters kenne ich nicht (hat da jemand Informationen zu?) und ob das Fraunhofer IPA den Roboter (leihweise?) für Projekte zur Verfügung stellt, weiß ich auch nicht.

Via Artificial Intelligence and Robotics.

Interview mit Noel Sharkey

Noel Sharkey hat silicon.com ein Interview zum Thema Robotik gegeben. In dem Interview kommen unterschiedliche Aspekte der Robotik zur Sprache. Natürlich die Ethik, für die sich Noel Sharkey schon länger besonders stark macht, aber auch Allgemeines zum Stand der Forschung und zur Verbeitung von Robotern. Außerdem zu ASIMO, Asimov und Science-Fiction.

Eine gute Gelegenheit jemanden locker über Robotik plaudern zu hören, der sich intensiv damit beschäftigt. Das Interview ist auf englisch und dauert gute zehn Minuten.

Interview mit Noel Sharkey

Gefunden via BotJunkie.