Industrielle Robotik

[Linkdump] 25. Mai 2009

Arne am 25.05.2009 um 22:33 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der letzten Tage.

Roadmap für die US-Robotik

Arne am 24.05.2009 um 11:57 Uhr - zum Artikel

Finanziert durch die US-amerikanische National Science Foundation hat die Computer Research Organization (CRA) eine Roadmap für die Robotik in den USA erstellt. „A Roadmap for US Robotics − From Internet to Robotics“ heißt der Report und wurde in Zusammenarbeit mit zig renommierten US-amerikanischen Universitäten erstellt.

Die Analyse zu Beginn zeichnet kein besonders positives Bild des aktuellen Stands der Robotik in den USA und mahnt dringend Handlungsbedarf an:

Unfortunately, the United States lags behind other countries in recognizing the importance of robotics technology. While the European Union, Japan, Korea and the rest of the world have made significant R&D investments in robotics technology, the U.S. investment, outside unmanned systems for defense purposes, remains practically non-existent. Unless this situation can be addressed in the near future, the United States runs the risk of relinquishing its ability to globally compete in these emerging markets putting the nation at risk of having to rely on the rest of the world to provide a critical technology that our population will become increasingly dependent upon.

Computer Research Organization

Zentraler Kritikpunkt ist also, dass die USA bislang verpasst hat, das Potential der Robotik auch im zivilen Sektor zu realisieren und sich auf nationaler Ebene fast ausschließlich um die militärische Robotik bemüht. Die Befürchtung, dadurch in Zukunft bei einer Kerntechnologie nicht unabhängig sondern von anderen Nationen abhängig zu sein, ist eine Urangst der USA.

Der 94-seitige Report (PDF, 1,32 MB) der CRA zeigt aber auch einen Plan − eine Robotik-Roadmap − auf, wie die USA wieder Anschluss in der Robotik gewinnen kann. Die Roadmap ist in Roadmaps zur Automation, medizinischen Robotik und Servicerobotik unterteilt.

Einige der Kernziele für die nächsten 15 Jahr sind:

  • Künstliche Exoskelette für den Menschen, die über Gehirn und Nerven gesteuert werden

  • Ornithopter, die das Zehnfache ihres Gewichts tragen können

  • Eine 100-mg-Batterie mit über 500 kJ/kg

  • Sensorik zum Tragen auf der Haut für medizinische Anwendungen (z. B. Prothesen)

Via robots.net.

[Linkdump] 16. Mai 2009

Arne am 09.05.2009 um 17:15 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der letzten Tage.

iRobot steht möglicherweise vor Verkauf

Arne am 09.05.2009 um 14:13 Uhr - zum Artikel

iRobot, Hersteller von Robotern wie Roomba, Scooba und militärischen Robotern, steht möglicherweise vor einem Verkauf. Bei Yahoo Finance ist zu lesen, dass eine neue Reglung üppige Abfindungen für das Management von iRobot im Falle von Kündigungen nach einer Übernahme festlegt.

Möglicherweise darf das als Zeichen für eine nahende Übernahme durch einen großen Rüstungskonzern gelten. [1]

1
Spekulation bei Robot Stock News (englisch).

Schwedischer Arbeit erhält Entschädigung wegen Verletzung durch einen Roboter

Arne am 28.04.2009 um 19:16 Uhr - zum Artikel

Vor zwei Jahren wurde ein schwedische Arbeiter einer Fabrik in Bålsta durch einen Roboter verletzt und erhielt nun durch ein Gericht eine Entschädigung von 25.000 schwedischen Kronen (ca. 2.200 Euro).

Der Arbeiter wollte einen Roboter überprüfen, der normalerweise schwere Steine hebt und eine Fehlfunktion hatte. Der Mann begab sich zur Kontrolle zu dem Roboter in der Annahme, ihn abgeschaltet zu haben, was offenbar nicht stimmte. Daraufhin griff der Roboter den Mann am Kopf, wie er sonst die Steine greift. Der Mann konnte sich zwar noch aus dem Griff befreien, trug aber gebrochene Rippen und mehrere Verletzungen davon.

Dass das Gericht dem Mann eine Entschädigung seitens der Firma zusagt, ist dem Mann einserseits zu gönnen, andererseits jedoch mehr als verwunderlich und möglicherweise auf ein zweifelhaftes Verständnis von Robotern zurückzuführen. Denn schließlich ist der Unfall hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass der Mann den Roboter vor dem Eingriff fälschlicherweise nicht abgeschaltet hatte. Wäre ein solcher Unfall an einer Fräsmaschine oder einer Kreissäge passiert, wäre dem Mann höchstwahrscheinlich zu Recht vorgeworfen worden, einfachste Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten zu haben. Eben ein Unfall durch menschliches Versagen.

Wieso also muss das Unternehmen eine Entschädigung zahlen, wenn ein Arbeiter durch eigenes Verschulden durch einen Roboter verletzt wird?

Via BotJunkie.

iRobot trotzt der Krise

Arne am 27.04.2009 um 23:07 Uhr - zum Artikel

Der US-amerikanische Roboterhersteller iRobot − bekannt vor allem für den Staubsaugerroboter Roomba − hat positive Zahlen für das erste Quartal 2009 gezeigt und trotzt damit der Krise. Die Zahlen sind sogar noch besser als ursprünglich erwartet.

Dementsprechend wurden Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr und die kommenden Quartale nach oben korrigiert. Grund dafür sind die gesteigerte Nachfrage nach Haushaltsrobotern (vor allem in Europa) und die Erwartung einer Vertragsunterzeichnung mit dem Defense Department der USA über rund 17 Millionen US-Dollar.

I am pleased to report first-quarter results significantly ahead of expectations on both top and bottom lines in a very challenging environment. We continue to see strong demand for our home robot products overseas

Colin Angle, CEO von iRobot

Alle Zahlen des ersten Quartals von iRobot gibt´s hier: iRobot Reports First-Quarter 2009 Results, 22 April 2009.

Via robotstocknews.

Festos Bionic Learning Network

Arne am 21.04.2009 um 23:14 Uhr - zum Artikel

Festo zeigt auf der Hannover-Messe aktuelle Entwicklungen des Bionic Learning Networks. Zu sehen sind autonome Pinguin-Roboter im Wasser und in der Luft, ein flexibler Leichtbau-Robtoerarm, sich bewegende Wände und ein extrem modularer Roboterarm.

Festos Bionic Learning Network 2009

Die Bewegung der Pinguin-Roboter sind beinahe erschreckend realistisch und zeigen, welche beeindruckenden Fortschritte die Robotik zur Zeit macht und was in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Die Luft-Version der Pinguine ist sogar so cool, dass mich nicht wundern würde, wenn diese bald zu gewissen Anlässen über den Köpfen der Teilnehmer kreisen.

Sowohl die Wasser- als auch die Luft-Pinguine bewegen sich übrigens autonom, also selbstständig, basierend auf Sonar-Sensoren, die sie in sich tragen und zur Orientierung nutzen.

Auch die anderen vorgestellen Entwicklungen sind beeindruckend. Festo zeigt hier ganz deutlich, wie gut sich Robotik und Bionik ergänzen.

Schwebender microbot

Arne am 18.04.2009 um 17:21 Uhr - zum Artikel

microbot, University of Waterloomicrobot, University of Waterloo

Mit dem Ziel, möglichst kleine, mobile Systeme zu erschaffen, die auf mikroskopischer Ebene Gegenstände manipulieren können, wurde an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, ein microbot entwickelt.

Der Roboter ist nur wenige Millimeter groß, wie der nebenstehende Größenvergleich mit einem kanadischen Penny zeigt. Der Roboter kann außerdem fliegen (schweben), angetrieben von einem äußeren, magnetischen Feld.

Der microbot besteht aus einem Permanentmagneten und einem Miniatur-Greifer (der Ausleger, im Bild und im Video links). Der Greifer kann geöffnet werden, indem der Roboter durch einen externen Laser beschossen und damit erhitzt wird.

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Der Trick ist, dass der Roboter damit keine Energiequelle mit sich führen muss, da sowohl für die Fortbewegung als auch für die Aktorik die Energie von außen kommt. Da der Roboter außerdem keine Sensorik direkt mit sich trägt, konnte er kleiner als bisherige microbots gebaut werden.

Da keine Kabel nötig sind und der Roboter frei schwebt, kann er in einer abgeschlossenen Umgebung operieren, während der ganze Aufbau außerhalb ist. Er kann damit auch in gefährlichen und toxischen Umgebungen operieren. Da er außerdem über keine mechanischen Kupplungen verfügt, operiert er staubfrei und ist damit auch für den Einsatz in Reinräumen geeignet.

Professor Mir Behrad Khamesee, University of Waterloo

News der University of Waterloo.