Mobilen Robotik
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Roboter mit eigener Facebook-Seite
von Arne am 06.05.2009 um 23:16 Uhr
Ibn SinaDer humanoide Roboter „Ibn Sina“ des Interactive Robots and Media Lab (IRML) der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate ist der erste mit einer eigenen Seite auf der social network website Facebook.
Der Roboter kann über Gesichter Personen zuordnen und soll Kontakte aus einem realen Gespräch auch auf Facebook finden und fortführen. Dies soll den Forschern zufolge dazu dienen, die Hemmschwelle zur Kommunikation mit Robotern weiter zu senken.
Its creators hope that embedding it in a social web will give rise to a sustainable friendship can grow up between man and machine.
BBCDer Roboter soll sich dazu in den nächsten Monaten durch das Institut bewegen, Kontakt zu Menschen aufnehmen und versuchen, diese Kontakte bei Facebook zu finden. Das Facebook-Profil des Gegenübers soll der Roboter dann wiederum nutzen, um Themen für das weitere und kommende Gespräche zu finden.
Ibn Sina ohne VerkleidungMehr zu Ibn Sina beim IRML.
Via BBC.
Nachtrag 6.11.2009: Golem hat einen Artikel und ein Video zu Ibn Sina.
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iRobot trotzt der Krise
von Arne am 27.04.2009 um 23:07 Uhr
Der US-amerikanische Roboterhersteller iRobot − bekannt vor allem für den Staubsaugerroboter Roomba − hat positive Zahlen für das erste Quartal 2009 gezeigt und trotzt damit der Krise. Die Zahlen sind sogar noch besser als ursprünglich erwartet.
Dementsprechend wurden Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr und die kommenden Quartale nach oben korrigiert. Grund dafür sind die gesteigerte Nachfrage nach Haushaltsrobotern (vor allem in Europa) und die Erwartung einer Vertragsunterzeichnung mit dem Defense Department der USA über rund 17 Millionen US-Dollar.
I am pleased to report first-quarter results significantly ahead of expectations on both top and bottom lines in a very challenging environment. We continue to see strong demand for our home robot products overseas
Colin Angle, CEO von iRobotAlle Zahlen des ersten Quartals von iRobot gibt´s hier: iRobot Reports First-Quarter 2009 Results, 22 April 2009.
Via robotstocknews.
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Festos Bionic Learning Network
von Arne am 21.04.2009 um 23:14 Uhr
Festo zeigt auf der Hannover-Messe aktuelle Entwicklungen des Bionic Learning Networks. Zu sehen sind autonome Pinguin-Roboter im Wasser und in der Luft, ein flexibler Leichtbau-Robtoerarm, sich bewegende Wände und ein extrem modularer Roboterarm.
Festos Bionic Learning Network 2009Die Bewegung der Pinguin-Roboter sind beinahe erschreckend realistisch und zeigen, welche beeindruckenden Fortschritte die Robotik zur Zeit macht und was in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Die Luft-Version der Pinguine ist sogar so cool, dass mich nicht wundern würde, wenn diese bald zu gewissen Anlässen über den Köpfen der Teilnehmer kreisen.
Sowohl die Wasser- als auch die Luft-Pinguine bewegen sich übrigens autonom, also selbstständig, basierend auf Sonar-Sensoren, die sie in sich tragen und zur Orientierung nutzen.
Auch die anderen vorgestellen Entwicklungen sind beeindruckend. Festo zeigt hier ganz deutlich, wie gut sich Robotik und Bionik ergänzen.
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Schwebender microbot
von Arne am 18.04.2009 um 17:21 Uhr
microbot, University of WaterlooMit dem Ziel, möglichst kleine, mobile Systeme zu erschaffen, die auf mikroskopischer Ebene Gegenstände manipulieren können, wurde an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, ein microbot entwickelt.
Der Roboter ist nur wenige Millimeter groß, wie der nebenstehende Größenvergleich mit einem kanadischen Penny zeigt. Der Roboter kann außerdem fliegen (schweben), angetrieben von einem äußeren, magnetischen Feld.
Der microbot besteht aus einem Permanentmagneten und einem Miniatur-Greifer (der Ausleger, im Bild und im Video links). Der Greifer kann geöffnet werden, indem der Roboter durch einen externen Laser beschossen und damit erhitzt wird.
Der microbot in der SchwebeDer Trick ist, dass der Roboter damit keine Energiequelle mit sich führen muss, da sowohl für die Fortbewegung als auch für die Aktorik die Energie von außen kommt. Da der Roboter außerdem keine Sensorik direkt mit sich trägt, konnte er kleiner als bisherige microbots gebaut werden.
Da keine Kabel nötig sind und der Roboter frei schwebt, kann er in einer abgeschlossenen Umgebung operieren, während der ganze Aufbau außerhalb ist. Er kann damit auch in gefährlichen und toxischen Umgebungen operieren. Da er außerdem über keine mechanischen Kupplungen verfügt, operiert er staubfrei und ist damit auch für den Einsatz in Reinräumen geeignet.
Professor Mir Behrad Khamesee, University of WaterlooNews der University of Waterloo.
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Bundesregierung denkt über unbemannte Flugsysteme nach
von Arne am 16.04.2009 um 20:46 Uhr
Die Grünen-Fraktion des Bundestags hat eine Anfrage zu unbemannten Flugsystemen an die Bundesregierung gestellt. Insbesondere, ob die Bundesregierung die Entwicklung „aktiv mitgestalten, begleiten oder fördern“ will.
Die Antwort ist, dass die Bundesregierung aufgrund des zunehmenden Einsatzes von unbemannten Luftsystemen durch Militär, Polizei und Privatleute eine Anpassung der Regeln zur Nutzung des Luftraums für notwendig hält. Eine zentrale Stelle, die sich darum kümmert gibt es zwar bislang nicht, nach Angaben der Bundesregierung werden allerdings bereits „seit mehr als 15 Jahren“ Untersuchungen zum ferngesteuerten und autonomen Fahren betrieben. Dafür werden jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mittlerweile würde auch die Forschung rund um unbemannte Flugobjekte vorangetrieben.
Genehmigt sind zur Zeit unbemannte Fahrzeugen allerdings nur „als Aufklärungs- und Entschärferoboter“.
Via heise.
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Prototyp eines Segway-Cyborgs
von Arne am 11.04.2009 um 20:58 Uhr
Wir sehen real werdende Fiktion oder die Zukunft … in Form des Chariot (zu deutsch in etwa „Streitwagen“) von Exmovere. Der Streitwagen erinnert an einen Segway und ersetzt funktional den Fortbewegungsapparat des Menschen. Im wesentlichen ein Hybrid aus einer Tonne und einem Segway, steigt man in ihn ein und kann sich fortan mit freien Händen allein durch Gewichtsverlagerung fortbewegen.
Das Prinzip ist vom Segway bekannt, wirkt in dieser Form allerdings ungleich futuristischer:
Exmovere ChariotAbermals eine Maschine, die sich als für den Lebensabend vorstellen lässt, wenn es die eigenen Beine nicht mehr tun.
Dass damit ein merkwürdig schneller Schritt in Richtung Cyborg [1] gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt.
Via Planet Robotics.
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- Cyborg (oder Kyborg) als Mischwesen aus lebendigem Organismus und Maschine im Sinne der Kybernetik.
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Kleiner Roboter nutzt Human Computation
von Arne am 11.04.2009 um 18:00 Uhr
So große Schritte die Robotik in den letzten Jahren auch macht, immernoch sind viele Probleme und ganze Problembereiche nicht gelöst. Einen anderen Ansatz, als die weitere Anbringung aufwendiger Sensorik und Rechenpower verfolgt die US-amerikanische Kunststudentin Kacie Kinzer. Statt technisch aufzurüsten, baut sie ihre Tweenbots klein und freundlich, so dass Menschen automatisch beginnen, dem Roboter zu helfen.
Der Roboter ist klein und scheitert aufgrund seiner Größe bereits an kleinen Hindernissen wie Asphaltkanten und Gullis. Trotzdem schafft er es innerhalb von 42 Minuten durch den Washington Square Park; mit Hilfe der dortigen Passanten …
Tweenbot auf seiner ReiseDie menschliche Intelligenz statt weiterer technischer Aufrüstung zu nutzen ist, gerade für die Robotik, ein interessantes Feld. Mitunter als Human Computation oder Human-based Computation bezeichnet:
Human-based computation is a computer science technique in which a computational process performs its function by outsourcing certain steps to humans.
Kosorukoff, 2001Ein spannender Vortrag dazu findet sich bei Google Video, wo Luis von Ahn unterhaltsam über Human Computation referiert, das unter anderem auch für Googles Image Labeler [1] genutzt wird: Human Computation (1:31 Stunden).
Via smart-machines.
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- Google Image Labeler bindet Nutzer über ein Spiel in das Taggen/Labeln von Bildern ein, da Maschinen dies heutzutage noch immer nicht verlässlich leisten können.
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Exoskelett für den Massenmarkt
von Arne am 10.04.2009 um 20:35 Uhr
Die japanische Firma Cyberdyne bereitet ihr künstliches Exoskelett HAL (Human Assistive Limb, übersetzt in etwa „menschliche Prothese“) für den Massenmarkt vor. Das Exoskelett verschafft dem Träger laut Aussage der Unternehmens bis zu zehnfache Kraft beim Heben, soll aber auch bei alltäglichen Aufgaben (Sitzen, Laufen, Treppen steigen) helfen.
HAL weiß, was sein Träger gerade machen will, indem es über auf dem Körper angebrachte Pads die Nervensignale mithört, die der Körper den Muskeln sendet. So tut das Exoskelett im Idealfall genau das, was auch die menschlichen Muskeln machen, aber um ein vielfaches kräftiger.
Das künstliche Exoskelett HALCyberdyne will jährlich 400 HALs produzieren und plant auch einen Vetrieb in der EU. Mit 4200 US-Dollar übersteigt es leider etwas die Preisgrenze für cooles Technik-Spielzeug. HAL ist ungefähr 1,60 Meter hoch und wiegt 23 Kilogramm schwer. Der Akku soll 4-5 Stunden halten. Weitere technische Details bei Cyberdyne.
Inwiefern das Exoskelett sich in der aktuellen Form schon für den Alltag eignet, ist schwer zu sagen. Auf handelsüblichen Bürostühlen dürfte man damit jedenfalls kaum bequem Platz nehmen können. Die Vorstellung, dass sich in wenigen Jahren mit Hilfe solcher Maschinen körperlich behinderte oder ältere, schwache Personen beinahe ungehindert fortbewegen können, ist aber großartig.
Die Komponenten von HAL (Quelle: Cyberdyne)Nachtrag: Das ZDF hat sich des Themas angenommen, deshalb hier noch ein Video in deutscher Sprache:
ZDF zum HALzu den Kommentaren