Robotik-Blog

YouTube-Channel von iRobot

Arne am 15.01.2009 um 16:22 Uhr - zum Artikel

Der bekannte Roboterhersteller iRobot hat seit einigen Tagen seinen eigenen YouTube-Channel: irobotitube.

Zu sehen sind dort unterhaltsame Videos wie ein im Schnee fahrender [1] oder fliegender [2] PackBot oder ein auf dem Staubsauger-Roboter Roomba reitendes Kind …

… aber auch ernsthaftere Inhalte aus dem Dunstkreis von iRobot, wie zum Beispiel ein Bericht von des CES 2009 [3] oder die Beantwortung der Frage, warum Roomba eigentlich rund ist, obwohl Staubsauger doch eigentlich auch in Ecken saugen sollen. Beantwortet übrigens direkt von einem der Ingenieure des ersten Roombas:

Wer weitere robotik-affine Fragen an iRobot hat, kann die als Videoantwort auf dieses Video bei YouTube posten und erhält die Frage in einem Video direkt von einem iRobot-Ingenieur beantwortet. Cool!

1
Im Schnee fahrender PackBot
2
Fliegender PackBot
3
Consumer Electronics Show 2009 in Las Vegas

Xitome Design verkauft MDS Robot

Arne am 15.01.2009 um 11:05 Uhr - zum Artikel

Xitome Design, eine Unternehmensausgründung von MIT-Studenten, bietet jetzt den MDS Robot zum Verkauf − ein Roboter mit beeindruckendem Minenspiel.

Der MDS Robot basiert auf Nexi, einem Roboter der Personal Robots Group [1] des MIT. Der Roboter fährt auf zwei Rädern, hat zwei bewegliche Arme und zwei Hände mit jeweils sieben Freiheitsgraden.

Und was MDS Robot mit den Freiheitsgraden in seinem Gesicht anfangen kann, ist im folgenden Video beeindruckend demonstriert (spannend wird´s ab ca. ⅓ des Videos):

(Video via BotJunkie)

Der Roboter ist bei Xitome Design zu kaufen, einen Preis gibt Xitome auf der Website nicht an. Mehr zum Nexi/MDS Robot, zu seinem Antrieb, der Sensorik und den übrigen Hardware-Komponenten findet sich bei YouTube.

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Personal Robots Group am MIT

Anybots zeigt QA

Arne am 11.01.2009 um 17:19 Uhr - zum Artikel

Anybots zeigt auf der CES 2009 seinen humanoiden Telepräsenz-Roboter QA. Der QA erinnert an einen Segway, der einem folgt und dabei Telepräsenz, also Videokonferenzen, ermöglicht.

Wie ein Segway balanciert er sich aus, hat humanoide Gestalt und ist dadurch ein reales Gegenüber in dem sonst virtuellen Gespräch. Inwieweit dies tatsächlich die Gesprächssituation realer macht und verändert, bleit abzuwarten.

Bewegt sich der Gesprächsteilnehmer, der den QA nutzt, folgt dieser ihm mit bis zu 10 km/h, was für jedes Gespräch ausreichen dürfte. Hindernissen kann der QA dabei ausweichen, da er diese über ein bodennahes LIDAR [1] und zwei Kameras mit Infrarot-Lichtquelle erkennen kann.

Ein englischsprachiges Video bei Popular Mechanics [2] zeigt einen kurzen Überblick über Hardware und Funktionalität:

Wie der QA sich in der Gesprächssituation verhält und was genau der Laserpointer tut ist besser in der folgenden (nicht besonders ausgereiften) Demo von Anybots zu sehen:

Der QA ist allerdings mit 30.000 $ auch nicht besonders erschwinglich. Mehr zum QA mitsamt technischer Spezifikationen bei Anybots.

1
Deutschsprachige Wikipedia: LIDAR - Light detection and ranging
2
Popular Mechanics: Anybot's QA: The Best Humanoid Robot Yet

Roboterdichte weltweit

Arne am 08.01.2009 um 23:29 Uhr - zum Artikel

IEEE-Spektrum zeigt Zahlenspielereien zur aktuellen Verteilung von Industrierobotern auf der Welt. Aufgetragen ist zum Beispiel das Verhältnis von Industrierobotern zu menschlichen Fabrikarbeitern. Japan liegt dabei erwartungsgemäß weit vorne mit dem Zehnfachen des Weltdurchschnitts, Deutschland führt in dieser Disziplin jedoch im europäischen Vergleich und vor den USA:

Bei den Kontinenten führt Europa vor Nord- und Südamerika und Asien.

Bei dem Einsatz von Industrierobotern nach Branche führt wenig überraschend die Automotive-Industrie mit einem Drittel der Roboter, so dass in Deutschland in dieser Branche bereits auf jeden siebten menschlichen Arbeiter ein Industrieroboter kommt.

Zahlen und Diagramme via IEEE Spektrum. [1] Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2007.

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IEEE Spektrum: The Rise of the Machines

Velodyne zeigt LIDAR HDL-64

Arne am 06.01.2009 um 00:02 Uhr - zum Artikel

Das eigentlich aus der Audiotechnik bekannte Unternehmen Velodyne stellte im Dezember sein High-Definition-LIDAR [1] HDL-64 vor. Anders als Hokuyo, Leuze oder der Marktführer SICK verfügt der LIDAR aber nicht über einen Laser, sondern gleich über 64 Laser.

Das Gerät ist mit 75.000 US-Dollar dementsprechend viel teurer als die Konkurrenz, kann dafür aber auf 360 ° (horizontal) und in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° (vertikal) bis zu 1,3 Mio Datenpunkte pro Sekunde erfassen. (Zum Vergleich: Der SICK Laser Rangefinder [2] schafft über 180° gerade einmal 6.000 Datenpunkte).

Die 64 Laser sind dazu in einem Öffnungswinkel von 26,8 ° angeordnet und ermöglichen jeweils 4000 Messungen pro Umdrehung des Scanners. Der Scanner dreht sich dabei bis zu 50 Mal in der Sekunde um die Vertikalachse und erzeugt so die genannte Auflösung.

In einem Video erklärt ein Velodyne-Mitarbeiter Aufbau und Funktionsweise und zeigt Aufnahmen mit dem HDL-64:

(Video via HIZOOK)

1
Deutschsprachige Wikipedia: LIDAR
2
SICK auseinandergenommen von HIZOOK

Willow Garage zeigt ersten Milestone

Arne am 04.01.2009 um 21:06 Uhr - zum Artikel

Die kalifornische und noch relativ junge Robotikschmiede Willow Garage hat ihren ersten ersten Milestone vorgestellt. Der Milestone hat den Namen bekommen, weil er erfolgreich 2π Kilometer autonom durch die Räumlichkeiten von Willow Garage navigiert ist.

In dem Video gibt ein Mitarbeiter eine Zusammenfassung der Software-Integration auf dem PR2-Roboter [1] Gandalf und der Roboter ist bei seiner autonomen Fahrt zu sehen:

Willow Garage entwickelt sowohl die Hardware [2] als auch die Software [3] für eine Personal-Robot-Plattform. Die Software ist frei verfügbar unter der BSD-Lizenz und ist über sourceforge.net zu beziehen: ROS platform und ROS packages.

1
Video zum Pr2, Übersicht bei hizook
2
Willow Garage: Hardware systems
3
Willow Garages ROS (Robot Operating System oder Robot Open Source)

IEEE-Ranking der Patentanmeldungen 2007

Arne am 04.01.2009 um 12:50 Uhr - zum Artikel

IEEE, das Institute of Electrical and Electronics Engineers, hat eine internationale Rangliste der Patentanmeldungen von Ingenieursunternehmen angefertigt. Grundlage sind die US-Patentanmeldungen im Jahr 2007, die jedoch nicht nur in ihrer Anzahl in die Wertung eingehen, sondern nach ihrem wirtschaftlichen Wert gewichtet sind.

In der Kategorie Automotive schafft es mit Bosch erst auf dem neunten Platz ein deutsches Unternehmen in die Liste. [1] Angeführt wird die Liste noch von dem US-Autobauer General Motors, für den die Zukunft weniger rosig aussehen dürfte, als diese Zahl nahelegt. Das Ranking bestimmt die sogenannte Adjusted Pipeline Power, eine Verrechnung der absoluten Anzahl von Patentanmeldung mit einigen Gewichtungen − laut IEEE ein Maß für die gesamte „Patent-Power“ eines Unternehmens.

Die Automotive-Liste stellt sich wie folgt dar:

Platz

Unternehmen

Anzahl

APP [2]

1

General Motors Corp., USA

544

839

2

Nippondenso Co., Japan

899

792

3

Toyoto Motor Corp., Japan

515

668

4

Ford Motor Co., USA

354

559

5

Delphi Corp., USA

355

498

9

Robert Bosch, Germany

631

235

Die vollständige Liste der Top 20 findet sich hier in der Kategorie „Automotive & Parts“.

1
Übrigens auch das einzige deutsche Unternehmen in den Top 20 dieser Kategorie. Beides wird sicher davon beeinflusst, dass hier nur US-Patente gewertet werden.
2
Adjusted Pipeline Power

Leichtgewichtiger Ornithopter in Zeitlupe

Arne am 01.01.2009 um 22:13 Uhr - zum Artikel

Das Shimoyama-Matsumoto Laboratory der Universität Tokyo hat einen weniger als einen Gramm schweren Ornithopter entwickelt. Der auf der IROS 2008 vorgestellte Flugapparat wiegt gerade einmal 0,39 Gramm und wurde zum Testen geeigneter Materialien und dreier verschiedener Flügelkonstruktionen gebaut.

Wie sich der Ornithopter im Flug schlägt ist in diesem Video in mehreren High-Speed-Aufnahmen zu sehen: