Robotik-Blog

SICK LMS-100

Arne am 04.03.2009 um 22:32 Uhr - zum Artikel

Foto: SICKFoto: SICK

Der deutsche Sensorik-Hersteller SICK hat Anfang des Jahres seinen neuen Laserscanner LMS-100 vorgestellt. Wie gewohnt in Kaffeemaschinen-Optik, aber kleiner und kompakter als vorige Modelle. Der LMS-100 tritt preislich und durch seinen Anwendungs-Fokus in das low-budget-Segment ein, das bisher weitestgehend der japanischen Firma Hokuyo mit ihrem URG-04LX und UTM-30LX überlassen war.

Der SICK LMS-100 ist vom Fokus auf Robotik-Anwendungen zugeschnitten. Er kostet ca. 5000 US-Dollar, hat eine Abtastfrequenz von 50 Hertz und eine Auflösung von 0.25° bei einem Öffnungswinkel von 270°. Die Reichtweite beträgt ca. 18 Meter, als Fehler sind bei dieser Reichweite 20 mm angegeben. Die Leistungsaufnahme ist ca. 12 Watt.

Der LMS-100 wiegt knapp über 1 Kilogramm und ist 10.6 x 10.2 x 15.2 cm groß.

Mehr technische Details zum LMS-100 gibt´s hier.

Via hizook.

[Linkdump] 1. März 2009

Arne am 01.03.2009 um 21:01 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der letzten Tage.

165 ‘Bots With Stuff

Arne am 01.03.2009 um 13:47 Uhr - zum Artikel

Chris Grine vom ShoeBoxBlog hat angekündigt, ein Jahr lang jede Woche drei Bilder von Robotern zu malen, insgesamt 165 Roboterbilder. Das Projekt heißt „165 ‘Bots With Stuff“.

Aktuell ist Chris bei Nummer 12, gestartet hat er Anfang Februar, es folgen also noch eine Menge Bilder. Die Bilder finden sich in seinem Blog in einer eigenen Kategorie.

Beispiel: a robot with a warm tender heart

Link via GoRobotics.

10 Jahre LEGO Mindstorms

Arne am 27.02.2009 um 22:32 Uhr - zum Artikel

Montage: LEGOMontage: LEGO

LEGO Mindstorms ist zehn Jahre alt. 1998 kamen die ersten Versionen auf den Markt. Damals in den Versionen 1.0 bis 2.0 noch kabelgebunden, mittlerweile in der neuen Version LEGO Mindstorms NXT, die sowohl zur Programmier- als auch zur Laufzeit auf Kabel zwischen PC und Steuerbaustein verzichten kann.

LEGO Mindstorms hat Einzug nicht nur in Kinder- und Wohnzimmer erhalten, sondern auch in die Forschung. Ganz wie es von Anfang an von LEGO und dem MIT gedacht war. Rapid Prototyping ist mit LEGO Mindstorms einfach und schnell zu erledigen und hat dadurch viele Robotikprojekte in Freizeit und Forschung vorangebracht.

Herzlichen Glückwunsch!

Zu dem Anlass ein Video des Nachfolgers der legendären LEGO-Mindstorms-Autofabrik: die LEGO-Mindstorms-Flugzeugfabrik. [1] Zu Beginn können die Farben der einzelnen Flugzeugkomponenten gewählt werden, danach baut die Fabrik das Flugzeug vollautomatisch zusammen:

LEGO-Mindstorms-Flugzeugfabrik
Black NXTBlack NXT

Zum Jubiläum hat LEGO übrigens eine eng limitierte Edition ganz in schwarz herausgebracht, Black NXT.

Zu beziehen direkt im Lego-Shop oder via Amazon.

1
In der Fabrik stecken nach Angabe der Erbauer ca. 8000 € und 2000 Stunden Arbeit.

Rundumsicht mit sechzig Kameras

Arne am 27.02.2009 um 17:45 Uhr - zum Artikel

Foto: 3k-panoFoto: 3k-pano

Bei der Recherche nach omnidirektionalen Foto- bzw. Videosystemen erwartet man typischerweise entweder ein Stativ, dass eine Kamera automatisch in geeigneter Art und Weise dreht und kippt und die resultierenden Aufnahmen zu einem Rundumsicht zusammensetzt oder man erwartet ein sogenanntes katadioptrisches System. Das ist im Wesentlichen ein gekrümmter Spiegel, der vor die Linse einer Kamera gesetzt wird und dadurch eine Rundumsicht erlaubt. Ähnlich der Abbildung rechts.

Wenn man Glück hat, stößt man allerdings bei technischen Recherchen auch mal auf Ungewöhnliches, Überraschendes. So kann man bei der Suche nach Omni-Kameras zum Beispiel auf die folgende Variante stoßen, die nicht eine Kamera mit Spiegel, sondern direkt 60 Kameras für die Rundumsicht kombiniert:

Kamerasystem „Jupiter“, Foto: ViewplusKamerasystem „Jupiter“, Foto: Viewplus

Diese Konstruktion ist eine Variante der ASTRO Sensor Series der Firma ViewPLUS und des HOIP-Projekts. [1] Zu sehen sind 20 sogenannte Stereo-Units bestehend aus drei Kameras, die auf eine Metallschiene montiert sind.

Der Vorteil der Konstruktion gegenüber einem katadioptrischen System, also einer einzelnen Kamera mit Spiegel, ist die viel höhere Auflösung und natürlich die Fähigkeit, Tiefenbilder aufzunehmen, die Umgebung also 3-dimensional wahrzunehmen. Erstaunlich und verschwenderisch erscheint die Konstruktion trotzdem.

Es geht übrigens noch absurder. Ein kleinere Versione mit nur 12 Stereo-Units, also 36 Kameras, haben sich die Japaner kurzerhand auf einen Helm gebaut und aufgesetzt. Ich wäre sehr an Kurzfilmen interessiert, die damitentstehen und ahne schon erste Anwendungen in der Erwachsenenunterhaltungs-Branche.

Kamerasystem „Venus“, Foto: ViewplusKamerasystem „Venus“, Foto: Viewplus

Das Problem ist dabei allerdings die Form der Darstellung. Bildet man das kugelförmige Rundumbild auf eine ebene Fläche (z. B. Monitor) ab, wird es sehr verzerrt und weniger ansehnlich.

Mehr (auch technische) Informationen zu dem Kamerasystem, dem HOIP-Projekt und möglichen Anwendungen findet sich hier: Environmental Sensing Technology (Japanische Seite, maschinell übersetzt ins Deutsche).

1
Die Projektseite stand ursprünglich auf Englisch zur Verfügung, ist jetzt allerdings nur noch auf Japanisch abzurufen. Hier die maschinelle Übersetzung ins Deutsche.

[Linkdump] 25. Februar 2009

Arne am 25.02.2009 um 02:10 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der letzten Tage.

Roboter-Shirts

Arne am 24.02.2009 um 22:22 Uhr - zum Artikel

Es gibt eine Menge cooler T-Shirts, die jeden Roboter-Fan kleiden. Eine kleine Sammlung habe ich hier einmal zusammengestellt.

51 robots

Der Klassiker. Mit einundfünfzig verschiedenen bekannten Robotern aus Film und Fernsehen.

T-Shirt: 51 robotsT-Shirt: 51 robots

Zu kaufen für 23 $ + Shipping bei Chop Shop: 51 robots.

helbotica

Ein Roboter aufgebaut einzig aus den verfügbaren Schriftzeichen der Schriftart Helvetica. Frei nach dieser Website.

T-Shirt: helboticaT-Shirt: helbotica

Zu kaufen für 23 $ + Shipping bei Chop Shop: helbotica.

Do The Robot

RAMPAGE! DESTROY! BE AWESOME!

T-Shirt: do the robotT-Shirt: do the robot

Zu kaufen für 17,50 $ + Shipping bei TopatoCo: do the robot

Robotertisch rät zu Wein, wenn´s gut läuft

Arne am 23.02.2009 um 22:22 Uhr - zum Artikel

Studenten der Universität Carnegie Mellon University in Pittsburgh haben einen Tisch entwickelt, der anhand von Gesten und der Sprache der Sitzenden zu erkennen versucht, wie sich das Gespräch entwickelt. Mit einbezogen werden auch Gesprächspausen oder der Körperabstand der am Tisch sitzenden.

Als mögliche Anwendung wird präsentiert, dass der Tisch merken und signalisieren kann, ob ein romantisches Dinner gut läuft oder nicht. Erkennt er, dass es gut läuft, kann er Vorschläge machen, um dies zu ändern. So schlägt er zum Beispiel vor, in dem Fall zu einer weiteren Flasche Wein zu greifen:

But the EyeTable is […] also a wingman. If it senses a date is going well, it might suggest an index of post-dinner activities, or tip off the waiter that the table might enjoy another bottle of wine.

Man kann nur ahnen, welche post-dinner activities sich der künstlich denkende Tisch ausdenkt, wenn der Griff zu weiterem Alkohol die erste Idee ist. Ein weiterer Schritt in Richtung bestandenem Turing-Test.

Merkt der Tisch, EyeTable, dass das Date hoffnungslos ist, listet er vorausschauend geeignete Taxi-Unternehmen der Umgebung auf. Wie praktisch.

Zu erkennen versucht der Tisch dies anhand von Informationen, die er über Headsets der am Tisch sitzenden aufnimmt. Darüber lässt sich die Sprache und Stimme überwachen, die Kopfposition und die Blickrichtung feststellen. Zugegebenermaßen eine Ausrüstung für Dates, die die Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit der praktischen Taxi-Liste erhöht.

Mehr zu dem Tisch (auf englisch) gibt´s bei The Wired Campus: Ask the Artificially Intelligent Table. Link via robots.net.