Robotik-Blog

[Linkdump] 17. August 2009

Arne am 17.08.2009 um 12:12 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der vergangenen Tage:

The Big Picture – More Robots

Arne am 16.08.2009 um 11:30 Uhr - zum Artikel

The Boston Globe hat eine neue Roboterversion seiner wunderbaren Bilderserie The Big Picture veröffentlicht. 36 tolle, hochauflösende Robotik-Fotos der jüngsten Zeit.

iCub in Lyon, Foto: Fred Dufour/AFPiCub in Lyon, Foto: Fred Dufour/AFP

Hier geht´s zur kompletten Galerie: The Big Picture – More Robots.

Roboterzoo in Portugal

Arne am 16.08.2009 um 10:52 Uhr - zum Artikel

Warum wusste ich davon bislang nichts? In Portugal, in Vila Franca de Xira, gibt es einen kleinen Roboterzoo mit 45 autonomen Robotern, zu unterscheiden in 14 verschiedene, größtenteils solarbetriebene, Roboterspezies. Der Zoo trägt den Namen Robotarium X.

We must start looking at robots as a novel species that is being born to share with us the planet and human society.

Leonel Moura, Designer des Roboterzoos

Der Zoo ist ein ca. 20 Quadratmeter großes Gebilde in dem sonst recht normalen Zoo von Vila Franca de Xira. Der Designer Leonel Moura hat es erschaffen, um darin Roboter als neue Spezies zu zeigen. Alle Roboter wurden eigens für den Zoo erschaffen. Sie reichen von winzig und weitestgehend passiv bis hin zu neun größeren Robotern, die auf die Bewegung der umstehenden Besucher reagieren.

Hier ein Video:

Robotarium X – A Zoo for Artificial Life

Auf der Website des Schaffers, Leonel Moura, ist eine Liste der verschiedenen Roboter zu sehen.

Ich finde die Idee richtig cool. Denkt man an die verschiedenen Disziplinen der Robotik, ob Unterwasserroboter oder aktuelle Entwicklungen der Schwarmrobotik, lässt sich mit der Idee sicherlich noch mehr machen, als es auf den 20 Quadratmetern in Portugal geschieht. Die schwimmenden und fliegenden Roboterpinguine von Festo zum Beispiel drängen sich einen Roboterzoo-Designer ja förmlich auf.

Ob der Zoo in Portugal noch geöffnet hat?

Roboter lernen kochen

Arne am 14.08.2009 um 14:34 Uhr - zum Artikel

Ein Roboterkoch. Foto: AFP/Yoshikazu TSUNOEin Roboterkoch. Foto: AFP/Yoshikazu TSUNO

Neben all den neuen Fähigkeiten, die Roboter dieser Tage lernen, scheinen sie sich auch zunehmend auf das Kochen zu verstehen. Oben im Bild ist ein Motoman-Roboter bei der Zubereitung von Omeletts (oder zumindest einer vergleichbaren japanischen Speise) zu sehen.

Während es sich bei der Abbildung noch um eine Demonstration im Rahmen einer Messe handelte, sind einige Japaner schon weiter.

Im Video sind zwei Roboter zu sehen, die in dem Restaurant für einen Kunden Ramen (eine japanische Nudelsuppe) zubereiten. Wenn es gerade nichts zu kochen gibt, vertreiben die Roboter sich und den Kunden die Zeit durch Schwertkämpfe (mit Küchenmesser und Topfdeckel) oder Jonglage von Tellern. Serviert wird allerdings nach wie vor von menschlichem Personal.

Roboterköche in einem japanischen Restaurant

Dass es ein mühsamer Prozess sein kann, den Robotern das Kochen beizubringen, der mit Programmieren nicht unbedingt etwas zu tun haben muss, zeigt das folgende putzige Video. Der Roboter lernt durch Demonstration, welche Schritte zu tun sind, um ein Omelett zuzubereiten:

Ein Roboter lernt kochen

Eine längere Version des Videos findet sich drüben bei den Robotik-Videos.

Ich hoffe, wir sehen bald auch in Deutschland solche Restaurants, wenngleich sie unsere gewohnten Restaurants bitte nicht verdrängen sollten. Ein Anfang ist in Nürnberg ja schon gemacht – beim Servieren: im s Baggers.

[Linkdump] 11. August 2009

Arne am 11.08.2009 um 11:03 Uhr - zum Artikel

Robotische Links der vergangenen Tage:

Drohne tötet Taliban-Chef

Arne am 08.08.2009 um 17:50 Uhr - zum Artikel

Aktuell in den Nachrichten ist, dass der Taliban-Chef Baitullah Mehsud von einer US-amerikanischen Drohne getötet wurde. Noch ist die Autonomie der aktuellen Kriegsdrohnen auf das Fliegen an sich, also die Technik, beschränkt. Einzelne Modelle suchen aber schon jetzt selbstständig Angriffsziele. Bis Drohnen entsprechend weiterentwickelt werden, um diese dann auch eigen-initiativ anzugreifen, dauert es möglicherweise nicht mehr allzu lang.

Auch wenn es sich bei Drohnen nicht um klassische Roboter handelt, ist der Übergang fließend und damit jede Meldung zu Kriegsdrohnen auch eine Meldung zu Robotern im Krieg (oder zumindest den Weg dahin). Und das ist traurig! Ich mochte die Zeit irgendwie lieber, in der Roboter in den Medien ausschließlich dadurch auftauchten, dass sie aufrecht gehen gelernt haben, zum ersten Mal auf dem Mars herumdüsten [1] oder viele Tore beim Fußballspielen geschossen haben.

Meldungen über Militärroboter werden aber wohl weiter zunehmen. An ihrem Einsatz führt aus naheliegenden Gründen bei modernen Militärs kein Weg vorbei.

1
Es handelte sich erneut um eine Predator-Drohne, die schon einmal in den Medien von sich Reden machte.
2
Zugegeben, „herumdüsen“ ist hier vielleicht nicht ganz das richtige Wort, bedenkt man, dass die beiden Mars-Rover ungefähr einen Kilometer im Jahr fahren.

Carnegie Mellon feiert 25 Jahre Field Robotics

Arne am 07.08.2009 um 17:16 Uhr - zum Artikel

Die Carnegie Mellon University hat eine Reihe fantastischer Videos der Feierlichkeiten anlässlich „25 Jahre Field Robotics“ — 25 Jahre Robotik in der realen Außenwelt — zur Verfügung gestellt. Dabei sind wirklich tolle Vorträge, die auf der Website anzusehen sind. Die Videos sind jeweils etwa eine gute halbe Stunde lang und wiegen 150-200 MB. Die Videos sind:

Äußerst sehenswert! Meine Favoriten sind bislang die unterhaltsamen Vorträge von Lavery und Thrun.

Via Plastic Pals.

Kein Review: Robotics — State of the Art and Future Challanges

Arne am 05.08.2009 um 16:17 Uhr - zum Artikel

Das CoverDas Cover

Eigentlich wollte ich zu dem Buch bereits seit einiger Zeit noch ein umfängliches Review schreiben, bin aber irgendwie bislang nicht dazu gekommen. Und bevor ich das immer weiter vor mich herschiebe und das Buch irgendwann veraltet und damit das Review unsinnig ist, will ich zumindest eine kurze Vorstellung und Empfehlung des Buches schreiben.

Das Buch, um das es geht, trägt den Titel „Robotics — State of the Art and Future Challanges“ und ist von einer ganzen Reihe von Robotik-Forschern [1] gemeinsam verfasst. Das spannende an dem Buch neben dem Inhalt ist die Situation, in der es entstanden ist. Das World Technology Evaluation Center (WTEC) hat eine Studie zum weltweiten Stand der Technik in der Robotik in Auftrag gegeben. Für diese Studie wurden namhafte US-amerikanische Wissenschaftler um die ganze Welt geschickt, um in Gruppen insgesamt 50 Institute in Japan, Südkorea, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, der Schweiz und Großbritannien zu besichtigen. Die Ergebnisse werden in dem Buch zusammengefasst und mit dem Stand der Robotik in den USA verglichen.

Lesenswert ist das Buch neben dieser Entstehungsgeschichte und dem dementsprechenden breiten Fundament vor allem durch seine Struktur. Zu Beginn wird eine allgemeine Perspektive der Robotik gegeben und der Stand der Technik in den drei Regionen

  • USA

  • Japan und Südkorea

  • Europa

zusammengefasst. Der Großteil des Buches besteht jedoch aus den Kapiteln zu den verschiedenen Gebieten der Robotik. Diese sind:

  • Robotik in der Raumfahrt

  • Humanoide

  • Industrie- und Servicerobotik

  • Roboter für biologische und medizinische Anwendungen

  • Schwarmroboter

Jedes dieser Kapitel bietet auf ca. 20-30 Seiten eine Einführung und einen tollen Überblick über die jeweilige Disziplin der Robotik. Die Kapitel sind aufwendig und anschaulich bebildert, auch wenn die Bildqualität bisweilen etwas zu Wünschen übrig lässt.

Das Buch gibt einen tollen, anschaulichen Überblick über die Robotik und ist durch seine Struktur sehr verständlich. Das Buch hebt sich von anderen Büchern mit ähnlichem Fokus dadurch ab, dass es einen Eindruck vermittelt, wie sich die Kompetenz der Robotik in der Welt verteilt.

Robotics — State of the Art and Future Challanges, ISBN 978-1-84816-006-4, erschienen bei World Scientific Pub im September 2008. Bei Amazon als Hardcover erhältlich für 51,99 EUR: Robotics.

1
Geoge Bekey, Robert Ambrose, Vijay Kumar, David Lavery, Arthur Sanderson, Brian Wilcox, Junku Yuh und Yuan Zheng