Hexbug Nano und BristleBot − botzeit − Robotik-Blog

Hexbug Nano und BristleBot

Arne am 21.10.2009 um 13:24 Uhr

Die Firma Hexbug, die schon einige kleine einfache Spielzeugroboter herausgebracht hat, die an Krabben oder Ameisen erinnern, hat nun den Hexbug Nano vorgestellt. Der Hexbug Nano ist ein kleiner wuseliger Roboter, der nicht viel mehr macht, als zufällig herumzudüsen und dabei lustig auszusehen. Im folgenden ein Video und ein Bild der Einzelteile:

Ein Haufen Hexbug Nanos in Aktion
Hexbug NanoHexbug Nano

Die Hexbug Nanos sind schon niedlich und ganz einfach aus wenigen Einzelteilen zusammengebaut, dennoch gibt es die kleinen Roboter noch in viel cooler und sogar günstiger: als BristleBot.

Die Idee zu den Robotern wurde von Evil Mad Scientist vorgestellt, eine Seite, auf der allerhand lustige Dinge gebastelt und experimentiert werden. Dort sieht man, wie man den Roboter ganz einfach und für einen Materialpreis von ca. 2 Euro selbst bauen kann. Aus einer Zahnbürste, einem Vibrationsmotor und einer Batterie (Knopfzelle). Diese Idee gab es schon weit vor den Hexbug Nanos.

Meinen ersten Versuch eines BristleBots (und damit auch meinen ersten selbstgebauten Roboter) sieht man hier:

Mein erster BristleBot „Frau Schmidt 17.6“Mein erster BristleBot „Frau Schmidt 17.6“

Die Zahnbürste muss eine mit X-Borsten (also schräg gestellten Borsten) sein, den Vibrationsmotor kann man aus einem alten Handy ausbauen, ansonsten kann man ihn auch für ca. 1 Euro bestellen (ich habe meinen damals bei Pollin für 1 Euro bestellt). Die Knopfzellen sind in jedem Elektronikladen oder im Baumarkt zu bekommen. Ich habe meinem BristleBot noch eine kleine Batteriehalterung spendiert, die ist aber nicht unbedingt notwendig.

Das Prinzip ist ganz einfach und wurde von Hexbug für die Nanos übernommen: Die schräg gestellten Borsten der Zahnbürste bewirken, dass sich der Zahnbürstenkopf mit jedem kleinen Druck von oben auf der Unterlage einen Bruchteil eines Millimeters fortbewegt. Ist der Vibrationsmotor auf dem Zahnbürstenkopf montiert und dreht sich, passiert diese Auf-und-Ab-Bewegung mehrfach in der Sekunde und sorgt dafür, dass der BristleBot nach vorne flitzt. Da die Bewegung nicht ganz gleichmäßig ist, ändert der BristleBot dabei wahllos die Richtung und täuscht dabei dem belustigten Betrachter ein Eigenleben vor.

Ein Video dazu mitsamt der Bauanleitung gibt's im Evil Mad Scientist Laboratory:

Original-BristleBot

Die Hexbugs sind sicherlich qualitativ hochwertiger gefertigt und stabiler. Im Video zum Beispiel ist zu sehen, dass sie sich sogar von allein wieder aufrichten, während mein selbstgebastelter BrisleBot eher umfällt, als sich aufzurichten. Nichtsdestotrotz hat der BristleBot einen ganz anderen Charme als die Hexbugs und man kann mit stolz geschwellter Brust auf seinen eigenen, selbstgebauten Roboter sehen.


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