Mobilen Robotik
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Gigantisches 3D-Display aus fliegenden Robotern
von Arne am 17.02.2010 um 16:12 Uhr
Okay, das ist so cool, das muss ich noch schnell aufschreiben: Das SENSEable City Laboratory des MIT hat die Idee, ein gigantisches dreidimensionales Display aus fliegenden Robotern aufzubauen.
Echte 3D-Displays haben das Problem, dass sie einzelne Pixel (bzw. das dreidimensionale Äquivalent Voxel) tatsächlich im dreidimensionalen Raum freischwebend erzeugen müssen. Dafür existieren Ansätze im Kleinen, das SENSEable City Laboratory in Zusammenarbeit mit dem ARES Lab (Aerospace Robotics and Embedded Systems Laboratory) will sich aber einfach tausende freischwebende und farblich leuchtende Mini-Helikopter schnappen und damit ein gigantisches 3D-Display im freien Raum erzeugen.
Wie die Helikopter aussehen und wie man sich das Display vorstellt, ist im folgenden Video zu sehen:
Flyfire, 3D-Display aus fliegenden Robotern(Seit heute nachmittag ist das Video bei YouTube leider als privat gekennzeichnet. Ich versuche, eine andere Version zu finden.)
Ich möchte bitte in einigen Jahren die coolsten 3D-Filme gemütlich am Hang eines Berges liegend im Tal mit einem solchen Display sehen. Für den Anfang würd mir auch erstmal soetwas in groß und bunt zu passender Musik reichen.
Via Planet Robotics.
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Fraunhofer öffnet die Care-O-bot-Plattform für die Forschung
von Arne am 17.02.2010 um 12:34 Uhr
Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) öffnet seine Roboterplattform Care-O-bot für die Forschung. Dafür wurde die Website http://www.care-o-bot-research.org/ aufgesetzt, auf der Dokumentationen und Open-Source-Software für die Plattform zur Verfügung gestellt werden.
Care-O-botCare-O-bot soll ein mobiler Roboterassistent zur aktiven Unterstützung des Menschen im täglichen Leben sein und wurde von den Fraunhofer Instituten entwickelt. (Notiz an mich selbst: Bei Gelegenheit einen Artikel zum Care-O-bot schreiben)
Die Aktion ist möglicherweise von Willow Garage inspiriert, die im Rahmen der Freigabe ihres Roboter-Betriebssystems ROS in der Version 1.0 auch zehn ihrer Roboter für die Forschung ausloben.
Dass die Plattform nun für die Forschung geöffnet ist, ist keine schlechte Sache. Care-O-bot ist mittlerweile in seiner dritten Version eine robuste und ausgereifte Plattform. Ist diese Plattform nun offen, kann sie theoretisch für viele Forschungsprojekte in der Servicerobotik genutzt werden. Die Sensorik und Aktorik des Care-O-bot kann sich auf jeden Fall sehen lassen und bietet Potential für eine breite Palette an Aufgaben.
Der Vorteil für die Forschung ist dabei, dass die Grundfunktionen, die Hardware und die Ansteuerung der Hardware bereits existieren. Die Projektarbeit kann sich daher auf die neuen Ideen und auf die tatsächlichen Forschung fokussieren, ohne sich um den Kleinkram kümmern zu müssen. Eine Idee, die zuletzt in größerem Stil im Rahmen der Deutschen Servicerobotik Initiative DESIRE (Wikipedia), verfolgt wurde; mit mäßigem Erfolg.
Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Care-O-bot in Zukunft in Forschungsprojekten genutzt werden wird. Den Preis des Roboters kenne ich nicht (hat da jemand Informationen zu?) und ob das Fraunhofer IPA den Roboter (leihweise?) für Projekte zur Verfügung stellt, weiß ich auch nicht.
Via Artificial Intelligence and Robotics.
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[Linkdump] Ein-Mann-Senkrechtstarter und aufmerksame Bodenbeläge
von Arne am 05.02.2010 um 13:10 Uhr
So, bevor ich mich übers Wochenende verabschiede, noch ein paar Links, die sich hier angesammelt haben. Ein Ein-Mann-Senkrechtsrarter der NASA, Internet für Roboter, aufmerksame Bodenbeläge und mehr …
Ein-Mann-Senkrechtstarter
Die NASA hat Pläne für einen elektrisch betriebenen Ein-Mann-Senkrechtstarter namens Puffin (Papageitaucher). Beeindruckend sind die angegebenen Kennzahlen: Die Flughöhe ist – begrenzt durch den Akku – mit maximal 9100 Meter angegeben, die Reichweite mit 80 Kilometern bei beachtlichen 240 Stundenkilometern.
NASA entwickelt Ein-Mann-Senkrechtstarter
(heise online, Malte Kanter, 31. Januar 2010)Schreitroboter
Forscher aus Göttingen haben einen sechsbeinigen Roboter entwickelt, der das Laufen lernen und automatisch an seine Umgebung anpassen soll. So soll er zum Beispiel lernen, bei Steigung langsamer und mit kleineren Schritten zu laufen als im offenen Geländer. „Die Forscher modellieren das Herzstück der Gangsteuerung, eine Art neuronalen Schaltkreis, nämlich mit den Mitteln der nichtlinearen Dynamik.“
Roboter-Nervensystem mit Chaos-Steuerung
(Telepolis, Matthias Gräbner, 24. Januar 2010)Maschinelles Lernen
Die Eindhoven University of Technology hat in Kooperation mit sechs anderen europäischen Instituten ein europäisches Forschungsprojekt an Land gezogen, das ein World Wide Web for Robots entwickeln soll, das Robotern eine weltweite Wissensbasis zum Austausch von Erfahrungen und gelernten Aktionen bieten soll.
Robots worldwide will learn from each other (englisch)
(TU Eindhoven, 13. Januar 2010)Assistenzsysteme
„Notruftechnik, die von selbst Hilfe holt, Bodenbeläge, die gefährliche Stürze erkennen und melden, oder Roboter, die das Frühstück ans Bett bringen – intelligente Assistenzsysteme bieten älteren Menschen die Chance auf ein sicheres Leben zu Hause.“ Forschung zu Assistenzsystemen im Dienste des älteren Menschen, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Forschungsministerium baut Förderung für Roboter-Assistenzsysteme aus
(MaschinenMarkt, Stéphane Itasse, 2. Februar 2010)Humanoide Robotik
Nasa und General Motors haben einen humanoiden Roboter für den Einsatz im Weltraum entwickelt. „Er hat einen Torso und zwei Arme, […] sitzt auf einem festen Ständer. Laufen kann der R2 also nicht.“ Der Einsatz im Weltraum ist anhand der gerade erfolgten Absage einer weiteren bemannten Mondmission fraglich, General Motors will den R2 aber ohnehin auch in seinen Werkshallen einsetzen.
Robonaut 2 – Roboter für die Fabrik und das Weltall
(Golem, Werner Pluta, 5. Februar 2010)Hinweise zu lesenswerten Artikeln nehme ich jederzeit gerne entgegen an botzeit@ohmpage.org
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Mars-Rover Spirit muss den Winter überstehen
von Arne am 26.01.2010 um 21:37 Uhr
Der Mars-Rover Spirit bleibt wohl an seinem jetzigen Platz. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA schreibt, dass man nur noch wenige Manöver im Kopf hat, um Spirit zu befreien. Man will sich daher nun darauf fokussieren, den Mars-Rover in eine Lage zu bringen, in der er den harten marsianischen Winter überstehen kann.
„Spirit is not dead; it has just entered another phase of its long life,“ said Doug McCuistion, director of the Mars Exploration Program at NASA Headquarters in Washington. „We told the world last year that attempts to set the beloved robot free may not be successful. It looks like Spirit's current location on Mars will be its final resting place.“
JPLMan wird noch einige Manöver ausprobieren, die man in den letzten Monaten in einer extra dafür konstruierten Sandkiste in NASAs Jet Propulsion Laboratory mit einem Doppelgänger von Spirit ersonnen und ausprobiert hatte. Da aber eines der Räder bereits über keinen Antrieb mehr verfügt, schwinden die Chancen, Spirit bis zum im Mai anbrechenden marsianischen Winter freizufahren.
Der Test-Sandkasten in KalifornienSo wie es aktuell aussieht, wird der Mars-Rover also bis zum Ende seiner Tage an dem Ort bleiben, an dem er sich im April 2009 festgefahren hatte. Die Untersuchungen sollen aber auch an diesem Ort weitergehen, wenn es der Rover durch Winter und Frühling schafft. Auch an Ort und Stelle können weitere Dinge untersucht werden. Schließlich weiß man schon jetzt mehr über die Rutschfestigkeit des Marsbodens als man es ohne diese Notlage jemals herausgefunden hätte. Der Rover wird wohl also in Zukunft unfreiwillig die erste Mars-Bodenstation werden.
Der Fokus liegt nun mehr und mehr darauf, den Rover in eine Lage zu bringen, die die Solarzellen in einen geeigneten Winkel stellt, damit er den Winter über genug Energie hält.
„Every bit of energy produced by Spirit's solar arrays will go into keeping the rover's critical electronics warm, either by having the electronics on or by turning on essential heaters.“
JPLSpirits Bruder/Schwester Opportunity übrigens ist weiterhin mobil und erkundet zur Zeit einen Krater auf dem Mars. Die beiden Rover sind seit dem Januar 2004 auf dem Mars und haben beide für sich alle Erwartungen weit übertroffen und mit ihren sechs Jahren Einsatz bereits jetzt das ursprünglich geplante Ziel, eine 90-tägige Mission, pulverisiert.
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Hondas Kurzfilm „Living with Robots“
von Arne am 25.01.2010 um 14:30 Uhr
Honda hat vor einigen Tagen einen wunderbaren Kurzfilm zur Robotik veröffentlicht: Living with Robots. Der Film ist natürlich primär ein Werbefilm für Honda. Er zeigt, was Honda in der Robotik unternimmt, was Honda sich davon verspricht und wie weit sie in einzelnen Bereichen sind. Er ist darüber hinaus aber einfach eine gut gemachte Mischung aus schönen Bildern von Hondas gegenwärtiger Robotik, Kommentaren von Honda-Entwicklern und Aussichten auf die Zukunft.
I think the world is a better place with robots. And we need more of them.
Natürlich spielt ASIMO eine primäre Rolle in dem Film, denn ASIMO ist das Paradestück von Honda und nach wie vor weltweit die Speerspitze der zweibeinigen Robotik.
Und hier ist das Video:
Honda – Living with Robotszu den Kommentaren -
Willow Garage veröffentlicht ROS 1.0
von Arne am 23.01.2010 um 15:39 Uhr
Willow Garage hat nach über zwei Jahren Entwicklung das erste Major-Release – ROS 1.0 – seines Open-Source-Betriebssystems für Roboter freigegeben.
Willow Garage, das Unternehmen, das zur Zeit auch für die Entwicklung von der quelloffenen Vision-Library OpenCV verantwortlich zeichnet, hat darüber hinaus auch eine Reihe von Libraries in der Version 1.0 freigegeben, die in Kombination mit ROS den Betrieb eines Roboters erlauben.
Dabei handelt es sich sowohl um Core-Libraries für das Eigenmodell des Roboters und allgemeine Visualisierung, als auch um Hardware-Treiber für Sensoren und Eingabe-Geräte, Tools für Navigation und SLAM und vieles mehr.
Hat schon jmd. Erfahrungen mit ROS gemacht? Lässt sich das einfach für Roboter nutzen? Ich überlege seit längerer Zeit, mal meinen RP6 damit zu betreiben, bin aber bislang nicht über die bloße Idee hinaus gelangt.
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Humanoider Roboter aus Dortmund klettert
von Arne am 20.01.2010 um 16:16 Uhr
Ein humanoider Roboter aus Dortmund hat das Klettern gelernt. Er klettert dabei nicht wie hier bereits vorgestellte Kletter-Roboter glatte Wände unterschiedlicher Materialien hoch. Er klettert stattdessen – wie es sich für einen anständigen Humanoiden gehört – sehr viel menschenähnlicher eine Kletterwand hoch.
Die Bewegung ist beeindruckend, man mag zu Beginn des Videos gar nicht glauben, dass der Roboter mit den Füßen wirklich die Griffe trifft, darauf stehen bleibt und sich abdrücken kann. Aber es funktioniert:
Klettern an der KletterwandDer Roboter namens Bioloid klettert an der mit Griffen ausgestatteten Kletterwand nicht etwa mit einem vordefinierten Pfad oder sogar vordefinierten Motorkommandos, sondern autonom. Den besten Pfad nach oben sucht er sich kamerabasiert selbst heraus, wenngleich die Kamera (noch) nicht am Roboter angebracht ist, sondern extern.
Die Programmierung des Roboters stammt von Marco Wickrath von der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der University of Manitoba in Kanada. Ich sehe mit Freude, dass ein Student meiner Heimat-Uni es mit seiner Demo bis in die internationale Robotik-Szene schafft.
Nebenan in der Video-Abteilung ist noch ein weiteres Video des Bioloid zu sehen, das die Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit demonstriert, mit der der Roboter die Griffe auswählt.
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[Linkdump] Roboter als Blumenmädchen, Zahnarzt und Segelboot
von Arne am 19.01.2010 um 16:20 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage. Ein Roboter als Blumenmädchen, ein Roboter als Zahnarzt, autonomes Segeln, ein virtueller Hörsaal und mehr. Darüber hinaus sind in den letzten Tagen wieder einige spannende Robotik-Videos dazugekommen.
Sex-Roboter
Stern.de über den angeblich ersten Sexroboter der Welt, der vor wenigen Tagen parallel zur CES auf der Erotikmesse Adult Entertainment Expo (AEE) vorgestellt wurde. „»Ich liebe es, deine Hand zu halten«, sagt der dunkelhaarige, in ein Negligé gekleidete Roboter, als seine Sensoren eine Berührung bei einer Präsentation an seiner Hand feststellten.“
Sex-Roboter für traute Gespräche
(Stern.de, AP, 13. Januar 2010)Hochzeits-Roboter
Gizmodo schreibt die Geschichte einer Schwester, Studentin in Stanford, auf, die der Braut, einem Roboter-Fan, zur Hochzeit ein Roboter-Blumenmädchen für die Zeremonie baut. „WeddingBot (or so I call it) was built for my sister, Allegra, since she didn't know any young children to act as flower child or ring bearer.“
Robot Flower Girl Looks Adorable In Pink (englisch)
(gizmodo, Joel Johnson, 13. Januar 2010)Zahnmedizin
Die Robotik wagt sich Stück für Stück auch in die Zahnmedizin vor. Forscher der Uni Ulm haben diesbezüglich großes vor, wie bei den VDI-Nachrichten geschrieben steht: „Automatisch setzt sich ein winziger Laserkopf in Bewegung und taucht die Zahnreihen in fluoreszierendes Licht. Verfärbungen markiert das System im µm-genauen 3D-Atlas des zerklüfteten Zahngebirges. Anhand der Koordinaten nähert sich ein zweiter Laserkopf und pickt Zahnstein und angegriffenen Zahnschmelz weg.“
Dentalroboter jagen Karius und Baktus
(VDI nachrichten, Stefan Asche, 15. Januar 2010)Atommüll
Der Atommüll des desaströsen Enlagers Asse soll nun mit frngesteuerten Robotern geborgen. Angeblich wären auch für menschliche Arbeiter die Strahlungs-Schwellwerte noch weit unterschritten und damit harmlos, aber „nach dem Öffnen der Kammern müssen wir gegebenenfalls eine Neubewertung vornehmen“. Nunja.
Roboter sollen Atommüll aus Asse holen
(Braunschweiger Zeitung, Michael Ahlers, 15. Januar 2010)Autonomes Segeln
Eigentlich wirken autonome Segelboote eher wie Spielerei oder maximal eine Technikdemo, ein Proof-of-Concept. Sogar Wettbewerbe für autonome Segler existieren. Das weltweit führende, österreichische Roboter-Segelboot ASV Roboat soll jetzt aber einen ernsthafteren Einsatz fahren, es soll Walpopulation im Pazifik beobachten.
Österreichisches Roboter-Segelboot wird Wale erforschen
(derStandard.at, 15. Januar 2010)Virtuelles Lernen
Das Seminar zu Künstlicher Intelligenz an der Uni Zürich findet in einem virtuellen Raum statt und ermöglicht es so 370 Studenten aus aller Welt, daran teilzunehmen. Die Zeit berichtet über die Vorlesung und kleinere Startschwierigkeiten. „»Ups!« Thierry Bücheler, wissenschaftlicher Assistent an der Uni Zürich, hat versehentlich [das Skelett] im Boden versenkt.“
Als Avatar im Seminar
(Zeit Online, Tin Fischer, 19. Januar 2010)Hinweise zu lesenswerten Artikeln nehme ich jederzeit gerne entgegen an botzeit@ohmpage.org.
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