Industrielle Robotik
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Roadmap für die US-Robotik
von Arne am 24.05.2009 um 11:57 Uhr
Finanziert durch die US-amerikanische National Science Foundation hat die Computer Research Organization (CRA) eine Roadmap für die Robotik in den USA erstellt. „A Roadmap for US Robotics − From Internet to Robotics“ heißt der Report und wurde in Zusammenarbeit mit zig renommierten US-amerikanischen Universitäten erstellt.
Die Analyse zu Beginn zeichnet kein besonders positives Bild des aktuellen Stands der Robotik in den USA und mahnt dringend Handlungsbedarf an:
Unfortunately, the United States lags behind other countries in recognizing the importance of robotics technology. While the European Union, Japan, Korea and the rest of the world have made significant R&D investments in robotics technology, the U.S. investment, outside unmanned systems for defense purposes, remains practically non-existent. Unless this situation can be addressed in the near future, the United States runs the risk of relinquishing its ability to globally compete in these emerging markets putting the nation at risk of having to rely on the rest of the world to provide a critical technology that our population will become increasingly dependent upon.
Computer Research OrganizationZentraler Kritikpunkt ist also, dass die USA bislang verpasst hat, das Potential der Robotik auch im zivilen Sektor zu realisieren und sich auf nationaler Ebene fast ausschließlich um die militärische Robotik bemüht. Die Befürchtung, dadurch in Zukunft bei einer Kerntechnologie nicht unabhängig sondern von anderen Nationen abhängig zu sein, ist eine Urangst der USA.
Der 94-seitige Report (PDF, 1,32 MB) der CRA zeigt aber auch einen Plan − eine Robotik-Roadmap − auf, wie die USA wieder Anschluss in der Robotik gewinnen kann. Die Roadmap ist in Roadmaps zur Automation, medizinischen Robotik und Servicerobotik unterteilt.
Einige der Kernziele für die nächsten 15 Jahr sind:
Künstliche Exoskelette für den Menschen, die über Gehirn und Nerven gesteuert werden
Ornithopter, die das Zehnfache ihres Gewichts tragen können
Eine 100-mg-Batterie mit über 500 kJ/kg
Sensorik zum Tragen auf der Haut für medizinische Anwendungen (z. B. Prothesen)
Via robots.net.
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[Linkdump] 16. Mai 2009
von Arne am 09.05.2009 um 17:15 Uhr
Robotische Links der letzten Tage.
Heise: Roboter sortieren, schweißen und fräsen in Kleinunternehmen
VDI Nachrichten: Roboter: Schritt für Schritt zum Lebensretter − Erdbeben als Orientierungspunkt für die Entwicklung von Rettungsrobotern
astronews: Raumfahrt-Robotik − Startschuss für neuen Schwerpunkt − Erste nationale Konferenz zur Raumfahrt-Robotik
LANline: Roboter soll sich bald durch die Tiefsee tasten − Unterwasser-Roboter mit Tastsinn
Spiegel Online: Mars-Roboter in Nöten − Mars-Roboter Spirit hat sich festgefahren
Welt Online: Rücksichtsvolle Roboter − Kraft- und Drehmomentsensorik
ad hoc news: Neuartiger Roboter für kleinere Unternehmen − Elastischer Roboterarm dem menschlichen Arm nachempfunden
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iRobot steht möglicherweise vor Verkauf
von Arne am 09.05.2009 um 14:13 Uhr
iRobot, Hersteller von Robotern wie Roomba, Scooba und militärischen Robotern, steht möglicherweise vor einem Verkauf. Bei Yahoo Finance ist zu lesen, dass eine neue Reglung üppige Abfindungen für das Management von iRobot im Falle von Kündigungen nach einer Übernahme festlegt.
Möglicherweise darf das als Zeichen für eine nahende Übernahme durch einen großen Rüstungskonzern gelten. [1]
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- Spekulation bei Robot Stock News (englisch).
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Schwedischer Arbeit erhält Entschädigung wegen Verletzung durch einen Roboter
von Arne am 28.04.2009 um 19:16 Uhr
Vor zwei Jahren wurde ein schwedische Arbeiter einer Fabrik in Bålsta durch einen Roboter verletzt und erhielt nun durch ein Gericht eine Entschädigung von 25.000 schwedischen Kronen (ca. 2.200 Euro).
Der Arbeiter wollte einen Roboter überprüfen, der normalerweise schwere Steine hebt und eine Fehlfunktion hatte. Der Mann begab sich zur Kontrolle zu dem Roboter in der Annahme, ihn abgeschaltet zu haben, was offenbar nicht stimmte. Daraufhin griff der Roboter den Mann am Kopf, wie er sonst die Steine greift. Der Mann konnte sich zwar noch aus dem Griff befreien, trug aber gebrochene Rippen und mehrere Verletzungen davon.
Dass das Gericht dem Mann eine Entschädigung seitens der Firma zusagt, ist dem Mann einserseits zu gönnen, andererseits jedoch mehr als verwunderlich und möglicherweise auf ein zweifelhaftes Verständnis von Robotern zurückzuführen. Denn schließlich ist der Unfall hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass der Mann den Roboter vor dem Eingriff fälschlicherweise nicht abgeschaltet hatte. Wäre ein solcher Unfall an einer Fräsmaschine oder einer Kreissäge passiert, wäre dem Mann höchstwahrscheinlich zu Recht vorgeworfen worden, einfachste Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten zu haben. Eben ein Unfall durch menschliches Versagen.
Wieso also muss das Unternehmen eine Entschädigung zahlen, wenn ein Arbeiter durch eigenes Verschulden durch einen Roboter verletzt wird?
Via BotJunkie.
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iRobot trotzt der Krise
von Arne am 27.04.2009 um 23:07 Uhr
Der US-amerikanische Roboterhersteller iRobot − bekannt vor allem für den Staubsaugerroboter Roomba − hat positive Zahlen für das erste Quartal 2009 gezeigt und trotzt damit der Krise. Die Zahlen sind sogar noch besser als ursprünglich erwartet.
Dementsprechend wurden Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr und die kommenden Quartale nach oben korrigiert. Grund dafür sind die gesteigerte Nachfrage nach Haushaltsrobotern (vor allem in Europa) und die Erwartung einer Vertragsunterzeichnung mit dem Defense Department der USA über rund 17 Millionen US-Dollar.
I am pleased to report first-quarter results significantly ahead of expectations on both top and bottom lines in a very challenging environment. We continue to see strong demand for our home robot products overseas
Colin Angle, CEO von iRobotAlle Zahlen des ersten Quartals von iRobot gibt´s hier: iRobot Reports First-Quarter 2009 Results, 22 April 2009.
Via robotstocknews.
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Festos Bionic Learning Network
von Arne am 21.04.2009 um 23:14 Uhr
Festo zeigt auf der Hannover-Messe aktuelle Entwicklungen des Bionic Learning Networks. Zu sehen sind autonome Pinguin-Roboter im Wasser und in der Luft, ein flexibler Leichtbau-Robtoerarm, sich bewegende Wände und ein extrem modularer Roboterarm.
Festos Bionic Learning Network 2009Die Bewegung der Pinguin-Roboter sind beinahe erschreckend realistisch und zeigen, welche beeindruckenden Fortschritte die Robotik zur Zeit macht und was in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Die Luft-Version der Pinguine ist sogar so cool, dass mich nicht wundern würde, wenn diese bald zu gewissen Anlässen über den Köpfen der Teilnehmer kreisen.
Sowohl die Wasser- als auch die Luft-Pinguine bewegen sich übrigens autonom, also selbstständig, basierend auf Sonar-Sensoren, die sie in sich tragen und zur Orientierung nutzen.
Auch die anderen vorgestellen Entwicklungen sind beeindruckend. Festo zeigt hier ganz deutlich, wie gut sich Robotik und Bionik ergänzen.
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Schwebender microbot
von Arne am 18.04.2009 um 17:21 Uhr
microbot, University of WaterlooMit dem Ziel, möglichst kleine, mobile Systeme zu erschaffen, die auf mikroskopischer Ebene Gegenstände manipulieren können, wurde an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, ein microbot entwickelt.
Der Roboter ist nur wenige Millimeter groß, wie der nebenstehende Größenvergleich mit einem kanadischen Penny zeigt. Der Roboter kann außerdem fliegen (schweben), angetrieben von einem äußeren, magnetischen Feld.
Der microbot besteht aus einem Permanentmagneten und einem Miniatur-Greifer (der Ausleger, im Bild und im Video links). Der Greifer kann geöffnet werden, indem der Roboter durch einen externen Laser beschossen und damit erhitzt wird.
Der microbot in der SchwebeDer Trick ist, dass der Roboter damit keine Energiequelle mit sich führen muss, da sowohl für die Fortbewegung als auch für die Aktorik die Energie von außen kommt. Da der Roboter außerdem keine Sensorik direkt mit sich trägt, konnte er kleiner als bisherige microbots gebaut werden.
Da keine Kabel nötig sind und der Roboter frei schwebt, kann er in einer abgeschlossenen Umgebung operieren, während der ganze Aufbau außerhalb ist. Er kann damit auch in gefährlichen und toxischen Umgebungen operieren. Da er außerdem über keine mechanischen Kupplungen verfügt, operiert er staubfrei und ist damit auch für den Einsatz in Reinräumen geeignet.
Professor Mir Behrad Khamesee, University of WaterlooNews der University of Waterloo.
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SICK LMS-100
von Arne am 04.03.2009 um 22:32 Uhr
Foto: SICKDer deutsche Sensorik-Hersteller SICK hat Anfang des Jahres seinen neuen Laserscanner LMS-100 vorgestellt. Wie gewohnt in Kaffeemaschinen-Optik, aber kleiner und kompakter als vorige Modelle. Der LMS-100 tritt preislich und durch seinen Anwendungs-Fokus in das low-budget-Segment ein, das bisher weitestgehend der japanischen Firma Hokuyo mit ihrem URG-04LX und UTM-30LX überlassen war.
Der SICK LMS-100 ist vom Fokus auf Robotik-Anwendungen zugeschnitten. Er kostet ca. 5000 US-Dollar, hat eine Abtastfrequenz von 50 Hertz und eine Auflösung von 0.25° bei einem Öffnungswinkel von 270°. Die Reichtweite beträgt ca. 18 Meter, als Fehler sind bei dieser Reichweite 20 mm angegeben. Die Leistungsaufnahme ist ca. 12 Watt.
Der LMS-100 wiegt knapp über 1 Kilogramm und ist 10.6 x 10.2 x 15.2 cm groß.
Mehr technische Details zum LMS-100 gibt´s hier.
Via hizook.
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