Industrielle Robotik
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[Linkdump] 5. September 2009
von Arne am 05.09.2009 um 15:08 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
NMRI: How to make a Fish Robot Body out of Fiberglass − Tutorial (engl.)
Spiegel Online: Entstehung von Gefühlen − Der weinende Roboter
YouTube: BattleBotsTV − Neuer YouTube-Channel für die Freunde von Roboter-Kämpfen
Produktion: Momac-Offshore-Transfer-System − Roboter setzen Menschen sicher über zu Offshore-Windkraftanlagen
Deutschlandfunk: Red kein Blech! − Programmhinweis, Sonntag, 6. September 20:05 Uhr, Deutschlandfunk
20min: Roboter-Insekt geht in die Luft − Roboterinsekt mit Energieversorgung an Bord
netzwelt: World War − Fantastisch inszeniertes Roboterduell (Making-Of)
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„Der Roboter denkt [...]“
von Arne am 27.08.2009 um 10:50 Uhr
Gestern habe ich mal wieder einen Vortrag über ein Robotik-Projekt gehalten. Jedesmal laufe ich – und das geht wahrscheinlich vielen so – über kurz oder lang in Formulierungen hinein wie „Der Roboter macht [...]“, „Der Roboter denkt [...]“, „Dann sieht der Roboter [...]“, usw.. Diese Formulierungen sind natürlich falsch und das wird auch noch für viele Jahr so bleiben – solange Roboter nämlich nicht in der Lage sind, eigenständig zu denken, handeln und zu entscheiden, sondern lediglich Programme ausführen.
Nichtsdestotrotz ist die korrekte Alternativ-Formulierung in der Regel dermaßen umständlich, dass es dem Zuhörer nicht hilft: „Der Roboter ist so programmiert, dass [...]“, „Die Bildverarbeitung erkennt das Objekt [...]“, oder ähnliche Formulierungen sind einfach oftmals unnötig kompliziert. Der Grund ist, dass erstere (kürzere, aber auch weniger korrekte) Formulierungen selbstverständlich in unserer Sprache vorhanden sind, und damit einfacher zu sprechen und für Zuhörer auch einfacher zu verstehen.
Ich habe mir deshalb mittlerweile angewöhnt, unmittelbar vor dem Vortrag darauf hinzuweisen, dass ich aus den genannten Gründen die einfacheren Formulierungen wählen werden, damit aber nicht implizieren will, dass der Roboter in irgendeiner Art und Weise selbstständig ist. Alles andere könnte dem versierten Zuhörer gegebenenfalls wie massive Überschätzung des Roboters vorkommen.
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[Linkdump] 24. August 2009
von Arne am 24.08.2009 um 23:03 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Nerdcore: Lügende Roboter − Robotern haben die Fähigkeit zu lügen entwickelt
PresseEcho: Zu viele Neuwagen immer noch ohne Schutzengel − Über die Verbreitung von ESP
Golem: Bärenroboter unterstützt das Militär − Der Battlefield Extraction-Assist Robot (Bear)
Profil online: Der Robo sapiens für alle Lebenslagen − Asimo wird in Bielefeld trainiert
DTN: Einbruchalarm wegen Roboter − Roboter löst nachts Bewegungsmelder und damit Alarm aus
RNZ: Roboter und Arzt operieren Hand in Hand − OP-Roboter Intelligent Tool Drive, eine „Schlaue Bohrmaschine“
FastGames: Little Wheels − Niedliches Flash-Game für Robotiker auf der Suche nach kurzer Entspannung
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Buch lesen in Sekunden
von Arne am 20.08.2009 um 23:26 Uhr
BuchscannerDie Mannschaft vom Ishikawa Komuro Laboratory der Universität Tokyo hat kürzlich schon beeindruckende Videos von einer rasend schnellen Kombination aus Roboterhand und Kamera(s) gezeigt, die in unglaublicher Geschwindigkeit Dinge erkennen und auffangen, Knoten binden oder Baseball spielen kann.
Von der gleichen Gruppe kommen nun weitere beeindruckende Bilder von einem Buchscan-Prototypen. Was man bislang in Science-Fiction-Filmen und -Literatur von Androiden kannte, scheint in greifbare Nähe zu rücken: Das Lesen von Büchern in wenigen Sekunden. Der Buchscan-Prototyp ist in der Lage, ein Buch einzuscannen, während die Buchseiten vor seinen Augen durchfliegen.
Erneut ist eine Kamera involviert, die 1000 Bilder pro Sekunde aufzeichnet und die Erkennung der Buchseiten und der Texte und Grafiken übernimmt. Dazu rekonstruiert der Scanner blitzschnell durch Streifenprojektion die Geometrie der durchfliegenden Buchseiten und kann darüber das verzerrte Abbild der Buchseite geraderücken. Anschließend ist es dann einfach eine bekannte Aufgabe für Texterkennungs-Software.
Hier das beeindruckende Video:
Prototyp eines High-Speed-BuchscannersFür das Einscannen antiker Bücher eignet sich das Verfahren natürlich nicht, weil dabei mit den Buchseiten wesentlich behutsamer umgegangen werden muss. Man stelle sich aber vor, wie sich zukünftige Roboter komplette Buchregale in kurzer Zeit einverleiben. Ein weiterer Punkt, in dem die Robotik die Science-Fiction-Literatur der letzten Jahre einzuholen scheint.
Die gezeigte Vision, dass dies auch mit einem iPhone möglich sein wird, ist natürlich noch Zukunftsmusik, zeigt aber, wohin die Reise gehen kann.
Via Plastic Pals.
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[Linkdump] 17. August 2009
von Arne am 17.08.2009 um 12:12 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Golem: Harvard University entwickelt Mini-Flugroboter − Kleiner Roboter nach Vorbild der Biene
Deutschlandradio: Die helfende Roboter-Hand − Studierende bauen elektronische Landarbeiter
Focus: Die Androiden kommen − These: Schon bald werden die Roboter ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft sein
NZZ: Die rockenden Roboter − Schweizer Roboterband
pressetext: Intelligente Roboter übernehmen Ernte − Mikrowellen-Bildgebung erkennt Feldfrüchte
derStandard: Spiderbots übernehmen Vulkanbeobachtung − Vernetzte autonome Roboter sammeln Daten und warnen bei Gefahr
Augsburger Allgemeine: Jetzt geht auch Rambo auf die Kuka-Chefs los − Großaktionäre fordern von KUKA schnellere Ausweitung auf neue Geschäftsfelder
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The Big Picture – More Robots
von Arne am 16.08.2009 um 11:30 Uhr
The Boston Globe hat eine neue Roboterversion seiner wunderbaren Bilderserie The Big Picture veröffentlicht. 36 tolle, hochauflösende Robotik-Fotos der jüngsten Zeit.
iCub in Lyon, Foto: Fred Dufour/AFPHier geht´s zur kompletten Galerie: The Big Picture – More Robots.
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Roboter lernen kochen
von Arne am 14.08.2009 um 14:34 Uhr
Ein Roboterkoch. Foto: AFP/Yoshikazu TSUNONeben all den neuen Fähigkeiten, die Roboter dieser Tage lernen, scheinen sie sich auch zunehmend auf das Kochen zu verstehen. Oben im Bild ist ein Motoman-Roboter bei der Zubereitung von Omeletts (oder zumindest einer vergleichbaren japanischen Speise) zu sehen.
Während es sich bei der Abbildung noch um eine Demonstration im Rahmen einer Messe handelte, sind einige Japaner schon weiter.
Im Video sind zwei Roboter zu sehen, die in dem Restaurant für einen Kunden Ramen (eine japanische Nudelsuppe) zubereiten. Wenn es gerade nichts zu kochen gibt, vertreiben die Roboter sich und den Kunden die Zeit durch Schwertkämpfe (mit Küchenmesser und Topfdeckel) oder Jonglage von Tellern. Serviert wird allerdings nach wie vor von menschlichem Personal.
Roboterköche in einem japanischen RestaurantDass es ein mühsamer Prozess sein kann, den Robotern das Kochen beizubringen, der mit Programmieren nicht unbedingt etwas zu tun haben muss, zeigt das folgende putzige Video. Der Roboter lernt durch Demonstration, welche Schritte zu tun sind, um ein Omelett zuzubereiten:
Ein Roboter lernt kochenEine längere Version des Videos findet sich drüben bei den Robotik-Videos.
Ich hoffe, wir sehen bald auch in Deutschland solche Restaurants, wenngleich sie unsere gewohnten Restaurants bitte nicht verdrängen sollten. Ein Anfang ist in Nürnberg ja schon gemacht – beim Servieren: im s Baggers.
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Kein Review: Robotics — State of the Art and Future Challanges
von Arne am 05.08.2009 um 16:17 Uhr
Das CoverEigentlich wollte ich zu dem Buch bereits seit einiger Zeit noch ein umfängliches Review schreiben, bin aber irgendwie bislang nicht dazu gekommen. Und bevor ich das immer weiter vor mich herschiebe und das Buch irgendwann veraltet und damit das Review unsinnig ist, will ich zumindest eine kurze Vorstellung und Empfehlung des Buches schreiben.
Das Buch, um das es geht, trägt den Titel „Robotics — State of the Art and Future Challanges“ und ist von einer ganzen Reihe von Robotik-Forschern [1] gemeinsam verfasst. Das spannende an dem Buch neben dem Inhalt ist die Situation, in der es entstanden ist. Das World Technology Evaluation Center (WTEC) hat eine Studie zum weltweiten Stand der Technik in der Robotik in Auftrag gegeben. Für diese Studie wurden namhafte US-amerikanische Wissenschaftler um die ganze Welt geschickt, um in Gruppen insgesamt 50 Institute in Japan, Südkorea, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, der Schweiz und Großbritannien zu besichtigen. Die Ergebnisse werden in dem Buch zusammengefasst und mit dem Stand der Robotik in den USA verglichen.
Lesenswert ist das Buch neben dieser Entstehungsgeschichte und dem dementsprechenden breiten Fundament vor allem durch seine Struktur. Zu Beginn wird eine allgemeine Perspektive der Robotik gegeben und der Stand der Technik in den drei Regionen
USA
Japan und Südkorea
Europa
zusammengefasst. Der Großteil des Buches besteht jedoch aus den Kapiteln zu den verschiedenen Gebieten der Robotik. Diese sind:
Robotik in der Raumfahrt
Humanoide
Industrie- und Servicerobotik
Roboter für biologische und medizinische Anwendungen
Schwarmroboter
Jedes dieser Kapitel bietet auf ca. 20-30 Seiten eine Einführung und einen tollen Überblick über die jeweilige Disziplin der Robotik. Die Kapitel sind aufwendig und anschaulich bebildert, auch wenn die Bildqualität bisweilen etwas zu Wünschen übrig lässt.
Das Buch gibt einen tollen, anschaulichen Überblick über die Robotik und ist durch seine Struktur sehr verständlich. Das Buch hebt sich von anderen Büchern mit ähnlichem Fokus dadurch ab, dass es einen Eindruck vermittelt, wie sich die Kompetenz der Robotik in der Welt verteilt.
Robotics — State of the Art and Future Challanges, ISBN 978-1-84816-006-4, erschienen bei World Scientific Pub im September 2008. Bei Amazon als Hardcover erhältlich für 51,99 EUR: Robotics.
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- Geoge Bekey, Robert Ambrose, Vijay Kumar, David Lavery, Arthur Sanderson, Brian Wilcox, Junku Yuh und Yuan Zheng