Industrielle Robotik
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Robotik 2010 in München
von Jörn am 16.11.2009 um 22:03 Uhr
Vom 7. bis zum 9. Juni 2010 finden in München gleich drei Robotik-Veranstaltungen parallel statt. Wissenschaftler und Anwender aus der ganzen Welt treffen sich beim 41st International Symposium on Robotics (ISR 2010) und der 6th German Conference on Robotics (ROBOTIK 2010). Begleitet werden die beiden Konferenzen von der internationalen Fachausstellung AUTOMATICA.
Die Geschichte der ISR reicht bis in die frühen Tage der ersten Industrieroboter zurück. Sie ist die weltweit älteste Konferenz zum Thema Robotik. Die ROBOTIK hingegen ist eine vergleichsweise junge Veranstaltung. Sie wird von der Deutschen Gesellschaft für Robotik ausgerichtet. Seitdem sie im Jahr 2000 in Berlin zum ersten Mal stattfand, stellt sie im zweijährigen Rhythmus die größte nationale Konferenz rund um das Thema Robotik dar. Mehr zu der kombinierten Veranstaltung ist auf den offiziellen Seiten der Konferenzen zu finden.
Die AUTOMATICA ist eine internationale Fachmesse, auf der im zweijährigen Rhythmus Innovationen im Bereich der Mechatronik und Automatisierungstechnik vorgestellt werden. Neben Herstellern, Anwendern und Dienstleistern aus der Robotik sind auch Austeller aus den Bereichen der industriellen Bildverarbeitung, der Sensorik, der Sicherheits-, Steuerungs- und Antriebstechnik auf der Messe vertreten. Die AUTOMATICA ist nach Angaben der Ausrichter die Automationsmesse mit dem weltweit größten Robotik-Angebot [1] .
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- AUTOMATICA: Messekonzept
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Robotik-Kalender für 2009 und 2010 aktualisiert
von Arne am 15.11.2009 um 16:52 Uhr
Hier auf botzeit.de findet man seit einiger Zeit einen Robotik-Kalender, der kommende Veranstaltungen (also Konferenzen, Messen, Wettbewerbe, etc. …) rund um die Robotik ausweist. Der Fokus der hier ausgewiesenen Veranstaltungen liegt auf den großen Konferenzen wie ICRA und IROS, sowie auf Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.
In den letzten Tagen wurde der Kalender aktualisiert und weist bereits die wichtigsten Konferenzen im Jahr 2010, sowie außerdem noch zwei kommende Veranstaltungen diesen Jahres aus.
Robotik-Veranstaltungskalender bei botzeit.deDen Kalender kann man genau wie diesen Blog hier auch via RSS-Feed abonnieren, um über neu hinzugefügte Veranstaltungen auf dem Laufen gehalten zu werden. Wenn Interesse besteht, könnte ich mich auch darum bemühen, dass der Kalender im iCalendar-Format [1] heruntergeladen werden kann.
Die hier angegebenen Veranstaltungen sind nur eine Essenz hunderter, interessanter Veranstaltungen gemäß oben angebenem Fokus. Eine weit größere Auswahl von Veranstaltungen, bietet die Website WikiCFG. Dort können die Veranstaltungen nach Kategorien sortiert werden und werden regelmäßig von den Betreibern aktualisiert.
Nachtrag: Der Kalender kann ab jetzt im ics-Format heruntergeladen und in die eigene Kalender-Software importiert werden: robotik.ics. Die Datei ist jederzeit auf dem aktuellen Stand und synchron mit dem hier angezeigten Kalendar.
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- Das iCalendar-Format ist ein offener Standard zum Austausch von Kalenderdaten, der von den meisten Kalenderprogrammen problemlos importiert werden kann.
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Adept Quattro: Fünf pro Sekunde
von Arne am 03.11.2009 um 17:14 Uhr
Kürzlich habe ich begeistert von ABBs Pancacke Picker geschrieben. Die dort gezeigte, beeindruckende Geschwindigkeit des Roboters wird nun von einem neuen Roboter von Adept mit atemberaubender Geschwindigkeit getoppt. Adept verspricht eine Cycle Time (also die Zeit eines Pick-and-Place-Vorgangs) von bis hinab zu 0,2 Sekunden und damit bis zu 300 aufgenommene und abgelegte Teile pro Minute … bis zu 5 Teile pro Sekunde:
Adept QuattroDie Geschwindigkeit lässt sich besonders gut in den Szenen bei Minute 1:30 im Video sehen, die sich irgendwie vorgespult anfühlen.
Der Adept Quattro s650H erreicht die Geschwindigkeit nach Aussage von Adept, weil er ungleich aller seiner Konkurrenten vier statt drei Arme hat. Dadurch kann er natürlich größere Kräfte aufwenden und stärker beschleunigen. Der Greifer wird dadurch bis zu ~36 Stundenkilometer schnell. Maximal 6 Kilogramm kann der Adept Quattro durch die Gegend wuchten.
Mehr zum Adept Quattro.
Via BotJunkie.
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Sum of all Thrills
von Arne am 28.10.2009 um 14:46 Uhr
Sum of all ThrillsDisney hat seit diesem Monat eine neue Attraktion, sowas ähnliches wie ein Fahrgeschäft. Aber mit Robotern. Es nennt sich Sum of all Thrills (Die Summe aller Nervenkitzel) und steht im Walt Disney World Resort in Florida.
Das Prinzip ist bekannt, ein kräftiger Industrieroboter wirbelt zwei Personen auf Sitzen durch die Gegend. Die Bewegungen sind im Prinzip ähnlich der auf einer Achterbahn, durch die Bewegungsfreiheit der Roboter lassen sich allerdings weitaus wildere Bewegungen machen. Ein Beispiel:
Fahrt auf einem IndustrieroboterAuch Legoland hat soetwas seit einiger Zeit. Disney bettet dieses Prinzip jetzt aber in ein etwas größeres Ereignis ein und macht es besonders auf:
Sum of all ThrillsDie vergnügungswilligen Passagiere haben während der Fahrt ein Display vor den Augen, das zu den Bewegungen des Roboters optisch eine Fahrt simuliert.
Toll und neu ist dabei auch das Bedienkonzept der Anlage, denn man darf sich selbst die Strecke zusammenbauen, die man mit dem Roboter fahren will. So kann man Schrauben, Loopings, Abfahrten, usw. … hintereinanderschalten und sogar pro Abschnitt Geschwindigkeit, Länge und Höhe der Bahn festlegen.
Aber nicht nur die Bahn kann konfiguriert werden, sondern es lässt sich außerdem entscheiden, mit welchem Gefährt man unterwegs sein will: Achterbahn, Bob oder Düsenjet.
Wie die Auswahl aussieht und sogar für Kinder bedienbar sein soll, zeigt das folgende Video:
Freie Konfiguration der StreckeWichtiger Bestandteil des Systems ist natürlich ein Top-Simulator, der im Vorfeld der tatsächlichen Fahrt die frei wählbare Strecke am Industrieroboter simuliert und auf ihre Machbarkeit überprüft. Denn schließlich können bei jeder konfigurierten Strecke neue Bewegungen entstehen und bevor Menschen auf den Roboter gelassen werden, muss sichergestellt sein, dass der Roboter keine falschen Bewegungen ausführt. Denn diese Roboter sind unfassbar kräftig und dadurch mit Sicherheit zu Bewegungen fähig, die das Wohlbefinden der Passagiere weit überschreiten.
Technisch ist Sum of all Thrills übrigens ein KUKA RoboCoaster mit einem Handhabungsgewicht von 430 Kilogramm.
Eine tolle Idee, wie ich finde. Hier macht man sich sämtliche Freiheitsgrade des Industrieroboters in Kombination mit Display und der Bedienführung zunutze, um dem Besucher seine eigene Achterbahnfahrt ganz nach seinem Wunsch zu ermöglichen. Ich muss zugeben, dass ich das auch gerne machen würde.
Via Planet Robotics.
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ABB FANTA Can Challenge Volume 2
von Arne am 12.10.2009 um 17:10 Uhr
Vor einem guten halben Jahr habe ich hier im Blog Fanta Can Challenge (etwa Fantadosen-Herausforderung) des Industrieroboter-Herstellers ABB gezeigt. Damals mit zwei Robotern, die mit beeindruckender Geschwindigkeit kooperierten.
Jetzt legt ABB noch einen drauf: Wieder ist es ein Video, um ABB TrueMove und QuickMove zu bewerben, diesmal allerdings mit drei Robotern, immernoch unglaublich schnell und präzise, und sogar vor einem anständigen Hintergrund. Aus sechs Fantadosen wurden zwölf, aus zwei Robotern drei und aus der lustigen Schlangenbahn eine deutlich kompliziertere Bewegung für den obersten Roboter.
ABB FANTA Can Challenge Volume 2zu den Kommentaren -
Pancakes per minute
von Arne am 06.10.2009 um 14:45 Uhr
ABB hat kürzlich einen Pancake Picker gezeigt, der eine erstaunliche Ppm-Rate (Pancakes per minute [1] ) besitzt. Zumindest scheint dieses Maß ein vernünftiges zu sein, um die Leistung des Pancake Pickers zu bewerten.
ABB Pancake PickerMit seinen 400 Ppm (Pancakes per minute) stellt er die vormals eingesetzten menschlichen Pancake Picker in den Schatten.
Wer nun auch dem Charme des Videos mit seiner dramatischen Musik, der Missionsankündigung zu Beginn, den Pancakes per minute und dem Pancake Buffer erlegen ist, der kennt den Grund für diesen Blogeintrag. Ganz davon ab, dass ich den Robotern über Minuten dabei zusehen könnte, wie sie die kleinen Pfannkuchen in verschiedenen Konfigurationen stapeln und die Geschwindigkeit und Präzision der Roboter wirklich erstaunlich ist.
Noch ein wenig technischer Hintergrund: Bei den vier Robotern handelt es sich um ABBs FlexPicker, die über eine Steuerung angesprochen werden, die den großartigen Namen Pickmaster 3.2 trägt. Jeder der Roboter ist durch eine 4Gb-Ethernet-Kamera unterstützt, die vor ihm über dem Förderband angebracht ist und die Position der Pancakes erkennt.
Weitere Robotik-Videos gibt es wie immer nebenan in der Video-Abteilung, die sich genau wie dieser Blog abonnieren lässt.
Ich will jetzt auch einen Pancake Buffer für meinen Schreibtisch!
Via Planet Robotics.
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- Maßeinheit frei erfunden aber von mir zur Weiterverwendung empfohlen.
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[Linkdump] 18. September 2009
von Arne am 18.09.2009 um 16:36 Uhr
Robotische Links der vergangenen Tage:
Golem: … und alle Hausarbeit ist von Robotern gemacht − iRobot-Chef Colin Angle über iRobot, Roomba und PackBot
ETH Life: Konkurrenz für Google Street View − Davide Scaramuzza erhält den Robotdalen Scientific Award 2009
jungeWelt: Hand aufs Roboterherz − Kinder-Sachbuch über Roboter
netzwelt: Google erklärt Street View − Trickfilm von Google erklärt Streetview
Kreiszeitung: Trifft ein Mensch eine Maschine − Norman Whites´ Skulptur „Helpless Robot“
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Zukunft der Fertigung?
von Arne am 15.09.2009 um 15:45 Uhr
Motoman hat mit seinen Robotern in letzter Zeit schon gezeigt, wie man kochen oder Cocktails zubereiten kann, hier zeige ich jetzt ein etwas realistischeres Video diesen Jahres von Motoman. Der Roboter setzt in dem Video einen Bürostuhl aus seinen Einzelteilen zusammen.
Motoman baut einen Bürostuhl zusammenDies ist eine Arbeit wie sie genau so in der Fertigung getan wird, allerdings hauptsächlich von geübten Personen. Der Roboter setzt den Stuhl in dem Video mit beeindruckender Eleganz zusammen und arbeitet dabei mit beiden Armen parallel. Dies führt zu seltsam vertrauten, menschenähnlichen Griffen und Bewegungen.
Das kommt nicht von ungefähr, denn diese Roboterarme haben 15 Freiheitsgrade und damit ungefährt so viele wie ein menschlicher Arm. Dass sie so hübsch parallel arbeiten (der eine Arm hält zum Beispiel den Stuhl fest, während der andere Arm schraubt), sieht man bislang selten. Das liegt vor allem an dem gesteigerten Programmier- und Rechenaufwand zur Kollisionsvermeidung, lässt man zwei Roboterarme im gleichen Arbeitsraum miteinander arbeiten.
Es ist leicht vorstellbar, dass Roboter in Zukunft bei solchen Arbeiten eingesetzt werden. Mit all ihren bekannten Vorteilen für den Arbeitgeber gegenüber menschlichen Arbeitern: Kein Gehalt, 24-Stunden-Schichten, 7-Tage-Woche, …
Via Planet Robotics und BotJunkie.
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